Vergessene Fliegen

Vergessene Fliegen - In Anlehnung an das Buch "Forgotten Flies" von Paul Schmookler und Ingrid V. Sils

 

Bekannter ist dieses Fliegenmuster unter dem Namen Devaux-Fliege, benannt nach ihrem französischen Schöper. Aber sie ist älter und hat einen deutschen Erfinder - Dr. hc Alexander Behm.

Dr. Behm, so weiß die Website von „Fisch&Fang“ aus dem Jahre 2006, hat sie im August 1910 erfunden. 

Dr. Behm hat aber noch etwas viel Wesentlicheres erdacht, das Echolot. Dies geschah nach dem Untergang der Titanic, Behm wollte ein Mittel schaffen, das zukünftig frühzeitig vor solchen Eisbergen warnen würde.

„Fisch&Fang“ schreibt zum besagten Fliegenmuster - „Die vielleicht genialste Fliege überhaupt - extrem einfach zu binden, schwimmt wie ein Korken und streckt das Vorfach wie ein Fallschirm. Praktischer und preiswerter geht es nicht - deutscher kann eine Fliege kaum sein.“ 

Betreffend der letzten Aussage frage ich mich, was der Autor dieses Satzes wohl meint. Deutsch wegen der Nationalität ihres Schöpfers, weil sie so genial ist, weil Deutsche nur einfache Fliegen binden können oder weil unsere Landsleute so sparsam sind.

Die Fliege, wie man sie auch nennen mag, ist aus der Mode gekommen, aber das hat sie nicht verdient! Sie liegt wirklich gut auf dem Wasser und fängt ihre Fische!

Die Behmfliege
Die Behmfliege

Zum Binden der Behm-Fliege benötigt man lediglich einen Haken, Bindgarn und eine Hahnenhechel.

Der Faden wird am Haken festgelegt, man wickelt ein paar Lagen mit dem Garn, dann wird die Spitze der Hechel als Schwänzchen am Hakenbogen eingebunden. Die Hechel wird  nach vorne bis knapp vor dem Ör gewunden, jetzt entsteht der Hechelkranz, der dann mit dem Faden nach vorne gerichtet wird. 

Quelle "Fisch &Fang" Website 2006 - die drei obenstehenden Bilder ebenda