Schattendasein

Pachtexemplar einer Äsche
Pachtexemplar einer Äsche

Vorgestern brachte der Kölner Stadtanzeiger auf der zweiten Seite einen großen Artikel darüber, dass in unseren Breiten fast ausgestorbene Tierarten wieder heimisch würden, beispielsweise Luchs, Wildkatze, Biber, Wolf und Wisent. Das ist ohne Zweifel mehr als erfreulich, zeigt es doch, dass im Denken und Handeln der Verantwortlichen eine Wende eingetreten ist.

Der Blick der Naturschützer versagt aber, wenn es darum geht, einmal unter die Oberfläche der Gewässer zu schauen! Auch hier gibt es bedrohte Arten wie z. B. die auch in unseren Gewässern heimische Äsche.

Ein wunderschöner Fisch, dessen Vorkommen in den letzten Jahren stark abgenommen hat, nicht zuletzt, weil er ein Opfer der immer zahlreicher werdenden Kormorane wird. 

Es ist das Schicksal dieser Fische, dass sie relativ ungetarnt im offenen Wasser stehen und somit leichte Beute der Kormorane werden. Der auch hier heimischen Bachforelle geht es da besser, da sie sich Verstecke im Uferbereich und hinter großen Steinen sucht.

Die großen schwarzen Vögel machen im Verband Jagd unter Wasser und begnügen sich nicht allein damit, den anstehenden Hunger zu stillen, in ihrem Jagdinstinkt greifen sie auch darüber hinaus noch solche Fische an und verletzen sie , die sie nie und nimmer, schon wegen wegen ihrer Größe, verschlingen könnten.

Die Zahl der Kormorankolonien hierzulande nimmt immer mehr zu, weil es für diesen Vogel keine natürlichen Feinde gibt. Sie finden hier einen gedeckten Tisch vor in Gestalt von Zuchtfischen in Teichen und von Fischen in Flussabschnitten, die von Angelvereinen als Schonstrecken ausgewiesen sind. Bei den allermeisten Vereinen ist die Äsche ganzjährig geschont!

Bejagd werden darf der Kormoran nur in Ausnahmefällen. 2010 wurde er sogar von Naturschützern zum Vogel des Jahres erklärt!

Ich erinnere an meine Eingangsworte!