Ein günstiger Augenblick

 

Bei der heutigen Heiligsprechung der beiden Päpste zeigte die Katholische Kirche einmal mehr ihren Reichtum und ihre Macht.

Eine Begebenheit am Rande enthüllte aber etwas sehr Menschliches.

Nach der Heiligsprechungs-Messe begrüße der Papst anwesende hochrangige Würdenträger bei einem Defilee. Schließlich kam eine kleine Frau an die Reihe, eine Inderin wohl, ihrem sariähnlichen Gewand nach zu urteilen.

Sie schüttelte dem Heiligen Vater zunächst kräftig die Hand, ließ diese aber nicht los, sondern führte sie auf ihren Kopf. Kardinal Gänswein, neben dem Papst stehend, schaute schon sehr bedenklich drein. Aber auch der Gatte der Dame sollte bedacht werden, die Inderin ließ die Papsthand noch immer nicht los und führte sie auf das Haupt ihres Mannes, der neben ihr stand.

Nicht genug! Die Frau nutzte die einmalige Gelegenheit weiter. Sie zerrte aus ihrem Sari eine kleine Kamera und bat eine nebenstehende Person, ein Foto von ihr, ihrem Mann und dem Papst zu machen. Das geschah auch, und die gute Dame entschwand freudestrahlend.

 

Immerhin - der Heilige Vater hat mitgespielt!