Die gefährlichste Treppe Kölns

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Erschreckendes hatte die neueste Kriminalitätsstatistik offenbart - Köln ist ein gefährliches Pflaster. Die Stadt hält in dieser traurigen Bilanz den zweiten Platz aller deutschen Städte hinter Frankfurt!

Ich möchte den Geltungsbereich etwas einschränke, wenn ich von der wohl gefährlichsten Treppe Kölns spreche.

Der 29. Mai 2014 war gekommen, an dem meine Frau zusammen mit ihrem Chor, dem Concert-Chor Hürth und der Kammerphilharmonie Rhein-Erft in der Kölner Philharmonie die 9. Sinfonie Beethovens aufführen sollte.

Natürlich wollte auch ich diese Aufführung miterleben. Zusammen mit einer Bekannten fuhr ich mit der S-Bahn zum Kölner Hauptbahnhof und ging, der Bauarbeiten wegen, auf ungewohntem Weg zur Philharmonie.

Wir genossen die grandiose und mit viel Beifall bedachte Aufführung.

Zusammen mit meiner Frau machten wir uns später auf den Weg zum Bahnhof, um die nächste S-Bahn für die Heimfahrt zu bekommen.

Gleich beim Ausgang der Philharmonie führt eine Treppe zum Niveau des Museums Ludwig bzw. des Bahnhofes. Auf einem Absatz dieser Treppe war mir schon eine kleine Gruppe junger Männer aufgefallen, wohl osteuropäischer Nationalität. Nichts außergewöhnliches, oft halten sich hier Straßenmusiker und Obdachlose auf.

Ich setzte den Weg über den zweiten Treppenabschnitt fort, als ich meine Frau hinter mir laut schreien hörte „He, He, He!“ Ich drehte mich um und bemerkte, wie vier junge Männer an mir vorbei huschten. Meine noch ganz erschrockene Frau schilderte dann, dass diese Burschen sich nah an mich heran gedrängt hatten und dass einer die Taschen meines Jacketts abgetastet habe. Erleichtert stellte ich fest, dass Portemonnaie und Handy noch an Ort und Stelle waren!

An gleichem Ort wurde vor etlichen Monaten schon der Versuch gestartet, die Handtasche meiner Frau zu öffnen, um etwas zu stehlen. Auch diese Absicht hatte meine Frau Gott sei Dank frühzeitig bemerkt.

Damit aber nicht genug! Meine Frau erinnerte sich jetzt, dass auf dem Weg zur Philharmonie am Nachmittag wohl schon der Reisverschluss ihres Rucksacks geöffnet worden war, ohne dass sie es bemerkt hatte, denn beim Absetzen des Rucksacks war dessen Inhalt herausgefallen.

Auf dem Vorplatz des Domes begegneten wir dann noch den Dieben, die breit grinsend an uns vorbei gingen!

Im Bereich des Domes, vor und im Bahnhof fühlten wir uns sehr unwohl, überall lungerten dunkle Gestalten herum, von denen wir annahmen, dass sie nichts Gutes im Schilde führten.

 

Demnächst werden wir wohl das Auto nehmen und es im Parkhaus abstellen.