Umgang mit Kühen 2. Teil

Vor ein paar Tagen habe ich schon einmal etwas dazu geschrieben, wie man gefahrlos mit diesen Tieren umgehen kann.

 

Schon damals ist mir eine Begebenheit eingefallen, in der auch Kühe eine Rolle spielen.

Wir machten Urlaub in Osttirol, genauer gesagt in St. Jakob im Defereggental. Leider konnte ich in der Schwarzach, talwärts gelegen, wegen des ständigen Hochwassers nicht fischen. Die abendlichen Gewitterregen sorgten für einen stets hohen Wasserstand des Flusses, zudem war das Wasser trüb. Also musste ich ausweichen. Oben auf dem Staller Sattel gibt es einen kleinen See und ein Gebirgsbächlein. Auch hier ließen sich schöne Forellen fangen.

Am Abend im Hotel erzählte ich dann hellauf begeistert von meinen Fangerfolgen dort oben.

Ein anderer Gast berichtete mit betrübtem Gesicht, er sei auch auf dem Sattel gewesen. Allerdings mit weniger gutem Ausgang. Vom Spaziergang zurück, habe er seinen funkelnagelneuen Porsche in erbärmlichem Zustand vorgefunden. Das schöne Auto sei über und über mit Dellen versehen.

Nun, eine Herde von Kühen habe den Wagen passiert und wohl Gefallen bzw. Geschmack an dem Auto gefunden. Die Tiere hatten den Porsche von oben bis unten abgeschleckt. Bei jedem Schleck war dann die große Glocke um den Hals der Kühe unsanft mit dem Auto in Berührung gekommen. Offenbar schmeckte der schöne Porsche wohl salzig, was wiederum den Kühen gefiel.

Der betroffene Gast hoffte nun, dass der Besitzer der Kühe gut versichert sei. Wie die Sache ausgegangen ist, weiß ich nicht.

Später sprachen wir mit dem Senner, der dort oben die Kühe hütete und erfuhren, dass die Tiere Südtiroler Bauern gehörten, die ein sommerliches Weiderecht auf österreichischem Gebiet hätten. Der Senn selbst war so etwas wie ein Aussteiger, eigentlich sei er ja Computerfachmann, er brauche aber mal eine Auszeit!

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