11. September


In der Presse werden regelmäßig zu diesem Jahrestag Menschen gefragt, was sie an diesem Tag getan und wo sie diese schreckliche Nachricht erhalten haben.

Ich persönlich erinnere mich noch ganz genau, wie das war. Um die Mittagszeit kam meine Frau nach Hause und fragte mich, ob ich genau wüsste, was da in New York geschehen sei. Ich ging zu dieser Zeit noch davon aus, dass ein Sportflugzeug in einen der Tower gestürzt sei.

Im Fernsehprogramm mussten wir dann mit ansehen, was Schreckliches geschah.

Am Abend sollten wir einen besonderen Termin haben. Unser Sohn spielte zur damaligen Zeit Oboe im Kammerorchester am Kölner Dom. Für den Abend war ein Konzert aus der Reihe "Musik am Dreikönigenschrein" angesetzt. 

Um den Schrein herum waren Orchester und Zuhörer versammelt. Sonst war die riesige Domkirche leer. Es war eine gespenstische Atmosphäre. Jedem war bewusst, dass er in einem hohen Gebäude saß, im Kopf noch die schrecklichen Bilder des Mittags. Obwohl es sehr unwahrscheinlich erschien, dass dem Dom Ähnliches gesehen würde wie den New Yorker Türmen, war die Stimmung gedrückt. Erst die wunderbare Musik in diesem Kirchenraum mit der herrlichen Akustik löste die Spannung.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0