Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Caroline Emcke

Mit großem Interesse und mit viel Aufmerksamkeit habe ich heute der Rede der Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels zugehört, gleichsam versetzt in ein philosophisches Seminar.

Was Caroline Ehmcke da sagte über Ausgrenzung, Dazugehörigkeit und Demokratieverständnis, jedes Wort könnte ich unterschreiben angesichts meiner Furcht vor einer wachsenden Menge von Menschen, die nichts anderes als ihr krudes Weltbild gelten lassen will.

Aber, leider ist es so, die es hören und verstehen müssten, waren nicht dabei, wohl auch nicht mittels Fernsehen. Selbst, wenn sie zugehört hätten, sie hätten es ja nicht verstanden. 

Dieser Mangel, dieses Voraugenführen der eigenen Unzulänglichkeit, würde sie noch böser und aggressiver gemacht haben. 

Wo ist der, und derjenige hätte ebenfalls einen Preis verdient, der nicht von der Hohen Warte des Allwissenden spricht, und den weniger Gebildeten Gleiches erklärt? Sie herausführt aus der eingefahrenen, ererbten und übernommenen Denkstruktur. Hierzu passt auch der Satz der Preisträgerin - "Keiner wächst allein." Nein, er ist Teil seiner Gesellschaftsschicht. Keiner merkt auch gerne, dass er dumm ist!

Aber, wo ist der Hebel, um die Weiche umzustellen, um die Unbelehrbaren zu belehren?

Ein Satz in Caroline Emckes Rede sollte sehr nachdenklich stimmen. Sie spricht diejenigen an, die schweigend und oft gutheißend geschehen lassen, was rechte Gruppen mit Gewalt in Wort und Tat verüben. Sie sagt - "Sie lassen hassen."

 

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