Soziale Missstände

Es ist allerhöchste Zeit, dass wir uns mir gesellschaftspolitischen Dingen in der Welt, auch in Deutschland, beschäftigen!

Allseits wird beklagt, dass sich überall die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Beim Klagen bleibt es! Reiche werden immer reicher, die Armut aber wächst. Das ist kein Wunder, wenn man einmal genauer hinschaut.

Der Reichtum wächst durch die Ausbeutung derer, die eine Beschäftigung dringend benötigen. Da werden Jobs für einen Mindest-Hungerlohn angeboten unter miesesten Arbeitsbedingungen - unbezahltes Bereitstehen für einen möglichen Einsatz, mit 8,50 €  entlohnte Arbeit bis in den frühen Morgen. Nur ein Beispiel. So etwas kann man mit Fug und Recht als Ausbeutung bezeichnen! 

Arbeitgeber verlassen sich vielfach darauf, dass der Staat diejenigen unterstützt, deren betriebliches Einkommen zum Leben nicht ausreicht, man spricht dann von Aufstockern.

Große Firmen beschäftigen eine große Zahl an Leiharbeitern, die schlechter bezahlt werden als die Stammbesatzung, dafür aber freigestellt werden, wenn die Konjunktur schwächelt und folglich die Produktion zurückgeht.

Sieht so soziale Verantwortung aus?

Auf der anderen Seite sieht man, wie die, die es geschafft haben, sich gegenseitig Pfründe zuschieben. Ein Manager, der unliebsam geworden ist, wird mit einem Goldenen Handschlag verabschiedet.

Politiker, die sich hochgedient haben, erhalten nach ihrem Ausscheiden aus der Politik lukrative, hochbezahlte Jobs in der Wirtschaft. Beispiele brauche ich gar nicht zu nennen.

Ausgediente EU-Kommissare bekommen nach ihrem Ausscheiden für eine Weile ein stattliches Übergangsgeld, meist höher als 100.000 € pro Jahr. Dies nehme viele in Anspruch, auch wenn sie einen neuen, hochdotierten Job gefunden haben. 

Warum werden Gesetze meist so formuliert, dass die, die schon genug haben, steuerlich noch begünstigt werden? Z. B. bei der Erbschaftssteuer.

Ein Harz-4 Empfänger muss mit einer für ihn empfindlichen Strafe rechnen, wenn er Einkünfte verschweigt, die über das erlaubte Maß hinausgehen. Bekommt beispielsweise ein Kind zur Konfirmation ein Geldgeschenk, so wird dies zum erlaubten Nebenerwerb der Familie hinzugerechnet.

Grobe Steuerhinterzieher kommen oft mit glimpflichen Strafen davon.

Wer gerade vor einen Ball treten kann, oder wer es versteht, einigermaßen unfallfrei immer im Kreis herumzufahren, verdient Unsummen, die oftmals dem Finanzamt verschwiegen oder ins Ausland verschoben werden.

Warum kann es keine Obergrenze für einen Verdienst geben? Hohe Gehälter werden oft damit begründet, dass deren Bezieher ein hohes Maß an Verantwortung tragen. Wie sieht es aber mit einer Krankenschwester, einem Arzt, einem Polizisten oder Lehrer aus? Tragen die nicht auch ein hohes Maß an Verantwortung? Sie werden dafür aber nicht ausreichend gewürdigt und bezahlt.

Diese Ungleichheit und diese Ungerechtigkeit spüren viele Menschen, und so staut sich Unbehagen, ja Wut an. Wer diese nicht hinreichend artikulieren kann, läuft Rattenfängern wie Trump, Petri und Genossen hinterher und wählt entsprechend. Soziale Unruhen sind nicht ausgeschlossen.

 

 

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