Entlassungen bei VW

VW will demnächst mehr als 20.000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. Kosteneinsparung. Waren diese Arbeitskräfte bisher zu viel oder müssen die verbleibenden jetzt mehr arbeiten?

Vor allem betroffen sind Leiharbeiter, die schon einmal ein Drittel der Belegschaft ausmachen können. Die stehen jetzt auf der Straße als Dank dafür, dass sie dem Konzern bei guter Auftragslage zu Gewinnen verholfen haben, auch weil sie schlechter bezahlt worden sind als die Stammbelegschaft. 

Wer hat den Konzern denn in diese Schieflache manövriert? Doch die Topmanager, die den Betrug mit den falschen Abgaswerten lanciert haben. Die aber wollen jetzt noch fette Boni einstreichen. Das nenne ich schamlos! Kein Wunder, dass so ein Vorgehen die Wut der vermeintlich oder tatsächlich Zukurzgekommenen noch anfacht! 

Noch sind uns die Bilder aus Amerikas Rost-Belt vor Augen, in denen mutlose Arbeiter ihre Situation schilderten nach erfolgter oder zu erwartender Entlassung.Trump Wähler! Klar, wohin die in Deutschland Betroffenen schielen!

Im Verbrämen der tatsächlichen Gründe für die zu erwartenden Maßnahmen sind die Entscheidungsträger groß, wenn das alles als ein Ausrichten des Konzern auf die Zukunft verkauft wird.

Und der VW-Betriebsrat spielt eifrig mit. Es ist hinlänglich bekannt, dass zwischen Betriebsleitung und Betriebsrat kein Blatt Papier passt. Man erinnere sich nur an die "Wohltaten", die hohe Betriebsratsmitgliedern vor Jahren vom Konzern empfingen! 

Bisher höre ich keine anklagenden Worte der Gewerkschaft, auch die SPD ist recht stumm. Allein, man höre und staune, ein Herr Fuchs von der Wirtschaftsvereinigung der CDU verurteilt die Praxis der Bosse, sich auch dann noch Boni zuzuschustern, wenn sie groben Mist fabriziert haben.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0