Vom Affen gebissen

Wer das jetzt liest, wird vielleicht denken - irgendwie habe ich mir das immer schon gedacht!

Der WDR 2 Hörfunk hat eine tägliche Sendung "Stichtag". Darin wird an wesentliche Ereignisse erinnert, die schon lange zurückliegen.

Heute ging es um den Schimpansen Petermann. Der war im Jahre 1950  nach einer Schiffsreise in Köln angekommen. Seine Mutter war unterwegs verstorben, so musste er von der Tochter des damaligen Zoodirektors mit der Flasche großgezogen werden.

Später wurde er auf menschliches Verhalten dressiert. Als Höhepunkt trat er sogar bei einer Karnevalssitzung auf. So richtig gutgetan hat ihm das alles nicht. Als heute vor 30 Jahren ein Zoowärter versehentlich seinen Käfig offen ließ, büxte Petermann aus und fiel über den damaligen Zoodirektor Günther Nogge her, den er mit seinen Bissen lebensgefählich verletzte. Petermann büßte das mit seinem Leben. Polizisten erschossen ihn. Da bin ich damals besser davon gekommen!

Es war eine Attraktion des Kölner Zoos in den 50ger Jahren des letzten Jahrhunderts, dass der Petermann, angezogen wie ein kleiner Junge, auf den Armen seines Wärter sitzend den Kindern ein Händchen gab. So auch mir. Dabei führte der Kerl blitzschnell meine Hand an seinen Mund und biss mir in einen Finger. Das fand niemand besonders aufregend weder meine Mutter noch der Wärter. Der holte aus seinem Räumchen ein Fläschchen Jod und bepinselte die Bissstelle. Anscheinend habe ich diese Attacke unbeschadet überlebt. Über Spätfolgen mögen meine Freunde und Verwandte urteilen!