Unsensibler geht`s nicht!

Heute las ich in der Zeitung, dass sich das nordrhein-westfälische Innenministerium Gedanken über den Gesundheitszustand der Polizisten des Landes macht. Eine Maßnahme soll dafür sorgen, dass gesundheitlich angeschlagene Beamte den Polizeidienst verlassen und in anderen Behörden Dienst tun oder gleich in Frühpension gehen sollen. Dies würde für die Betroffenen ein großer finanzieller Verlust sein, da sie auf die Polizeizulage verzichten müssten bzw. eine geringere Pension bekämen. 

Ob man dabei beachten hat, dass aufgetretene Schäden in der Gesundheit nicht auch auf die große Belastung der Beamten im Dienst zurückzuführen ist? Ein merkwürdiges Dankeschön für den persönlichen Einsatz! So aber kann der Eindruck entstehen, viele Polizisten seien arbeitsscheue Drückeberger. Und das in diesem Moment, wo die Beamtinnen und Beamte in hohem Maße bei Demonstrationen, bei Bundesligaspielen usw. gefordert sind und bei ihren Einsätzen stets ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. 

Es ist zu hoffen, dass sich der Autor dieser Vorlage an das Innenministerium bei seinen Überlegungen und Nachforschungen nicht dermaßen überfordert hat, dass er krank geworden ist und zukünftig als Pförtner bei einem Finanzamt Dienst tun muss statt das erhoffte Fleißkärtchen für eine ranghöhere Verwendung zu erhalten!