Amerika first!


Dieser Ausspruch und die damit verbundene Haltung sind beileibe nicht neu und in ihrer Absicht schon mal gar nicht auf die USA beschränkt!

Über Jahrhunderte haben Kolonialmächte Afrika, Asien und Südamerika ausgebeutet. In Südamerika gab es Regierungen von der Gnade der USA. Diktatoren wurden eingesetzt und unterstützt, soziale Bewegungen wurden bekämpft. In weiten Teilen des südamerikanischen Kontinents war die "United Fruit Companie" , heute "Chiquita Brands International",die wahre Regierung. All das zum merkantilen Vorteil der USA. War dies einmal in Gefahr, sorgte der CIA dafür, dass alles wieder ins amerikanische Lot kam.

Heute baut Trump eine Mauer und kürzt  Wirtschaft- und Entwicklungshilfe auch für die Länder, deren Despoten einmal willfährige Büttel der USA waren.

Viel besser waren die europäischen Kolonialmächte auch nicht. Der schwarze Kontinent wurde ausgebeutet. Seine Rohstoffe, ja sogar seine Menschen, sorgten in Europa für wirtschaftlichen Aufschwung, der dem Großkapital unermesslichen Reichtum brachte. Heute erinnert man sich allenfalls in verschämten Sonntagsreden an diese Wahrheit. Im Falle des Vereinigten Königreichs stiehlt man sich sogar aus der Verantwortung, wenn man es ablehnt, Flüchtlinge aufzunehmen. Plötzlich erinnern sich die Briten daran, dass ihr Land ja eine Insel ist. Was früher war und was draußen passiert, was geht sie das an! Dabei tragen die Briten eine große Schuld an den Zuständen im Nahen Osten, denn sie waren es, die dort nach dem Zweiten Weltkrieg willkürlich Grenzen zogen, ohne Rücksicht auf ethnische und kulturelle Gegebenheiten.

Ja, europäische Staaten haben ihren früheren Kolonien die Freiheit gegeben. Dass dies überhaupt nötig war, ist schon eine unglaubliche Tatsache! Ich kann mich noch gut an das Ringen afrikanischer und asiatischer Staaten um ihre Unabhängigkeit erinnern. Dabei floss auch Blut. Der Übergang in die Freiheit war für die nun unabhängigen Staaten meist zu plötzlich, Despoten kamen an die Macht, die für die eigene Tasche und die Taschen ihrer Gefolgsleute wirtschafteten. Die große Masse der jeweiligen Bevölkerung ging und geht leer aus, Armut breitet sich aus. Das ölreiche Nigeria ist ein Paradebeispiel.

Europa und die USA scheinen das alles vergessen zu haben. Wir müssen zu unserer Verantwortung stehen und den Menschen helfen, die aus Armut und Verfolgung ihre Heimat verlassen!

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