Ende einer Institution

 

Ich meine, man hätte es schon von weitem gesehen. Die "Markgrafen Buchhandlung" machte bei unserem letzten Besuch in Bayreuth einen wenig lebendigen Eindruck.  Von der Buchändlerin erfuhren wir, dass es Ende Mai Schluss ist mit der Buchhandlung.

Immer, wenn meine Frau und ich Bayreuth besuchten, führt unser Weg in diesen Buchladen. Er gehört zu Bayreuth wie das Markgräfliche Opernhaus, ein Weltkulturerbe das gerade restauriert wird, das Wagnerhaus und der Grüne Hügel mit der Festspielstätte.

Immer, aber gerade zur Festspielzeit, war die Markgrafenbuchhandlung ein Ort, an dem man besonders angesagte und aktuelle Literatur zum Wagnergeschehen finden konnte. Zudem fanden  auf dem ersten Stock interessante Lesungen, Vorträge und Diskussionen zum Thema Wagner und zu seiner Musik statt.

Es gab auch eine sehr informative und dazu noch kostenlose Zeitschrift, die "Markgrafen Post", in der über das momentane musikalische Geschehen in der Stadt und über Bayreuths große Söhne, deren Wirken und Leben in der Fränkischen Schweiz berichtet wurde. In Angebot und Auslage, war auch stets von Jan Paul die Rede, diesem viel zu wenig beachteten großen Dichter, der viele Jahre in Bayreuth verbrachte.

Wie schade, dass wir auf unserem Wege über die Maximilianstraße zum Markgräflichen Opernhaus am Sternplatz nicht mehr in der Markgräflichen vorbeischauen können!