Schule mit Courage

Das Steinbart-Gymnasium in Duisburg wirbt mit diesem Slogan.

So gar nicht dazu zu passen scheint die Vorgehensweise seiner Schulleitung! Ein nepalesische Mädchen der 9. Klasse wurde zwecks Abschiebung mitten aus dem Unterricht geholt. Ich hätte das wahrscheinlich nicht zugelassen. 

Heute habe ich einen Leserbrief an den Kölner Stadtanzeiger mit nachfolgendem Inhalt gesandt :

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So etwas darf es in unserem demokratisch regierten freien Land doch nicht geben! Was da den Medien zu entnehmen ist, erinnert doch sehr an die Praktiken totalitärer Staaten! Ein Kind wird mitten aus dem Unterricht gerissen, um es abzuschieben. Offensichtlich wurde der Schulleiter des betreffenden Gymnasiums gedrängt, das Mädchen den Polizeikräften zu übergeben. Wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre, hätte ich das nicht ohne Weiteres zugelassen! Immerhin war das Mädchen zur gegebenen Zeit in der Obhut der Schule, die somit für sein körperliches wie seelische Wohlergehen verantwortlich war. Es ist unmöglich, ein Kind, das nicht weiß, was da mit ihm geschieht, einer solchen Stressituation auszusetzen! 

Volker Krause
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Den Wortlaut des Briefes habe ich auch an das Kollegium der betreffende Schule mit folgendem Anschreiben geschickt :
 Liebes Collegium des Steinbart-Gymnasiums!
Ihre Schule wirbt damit, eine "Schule mit Courage“ zu sein. Offensichtlich besitzt Ihre Schulleitung eine solche aber nicht, sonst hätte sie nicht so ohne Weiteres zugelassen, dass das Kind zur Abschiebung aus dem Unterricht entfern wurde.
Den nachfolgenden Leserbrief habe ich heute an den Kölner Stadtanzeiger gesandt und hoffe auf seine Veröffentlichung!
Noch eins, sind Lehrer nur weisungsgebundene Befehlsempfänger, die kein Gewissen haben dürfen?

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