Streitkultur in der politischen Auseinandersetzung

So, so! Frau Merkel wundert sich darüber, dass sie während ihrer Wahlkampfauftritte ausgepfiffen und angepöbelt wird. Sie trägt daran eine Mitschuld! Sie trifft nun auf Menschen, die es nicht gelernt haben, Kritik und Protest gescheit zu formulieren.

Während ihrer 12jährigen Regierungszeit hat sie es verstanden, über der gesamten Republik ein samtenes Tuch des Wohlgefühls auszubreiten nach dem Motto - "Mutti macht das schon". Sie hat es verstanden, dass die eigene Partei stets kuscht, wenn es Probleme gibt, Initiativen und Gesetzesvorlagen des Koalitionspartners verbuchte sie auf ihrem Konto. Unter dieser weichen Wolke erstarb eine politische Streitkultur. Jetzt vermisst man allenthalben die Fähigkeit, sich  in der Politik auseinanderzusetzen, ganz besonders bei bildungsfernen Menschen, die dann ihre Kritik nur pöbelnd herausschreien können und bei den Parteien und Gruppierungen Zuflucht suchen, die eine solche Art der politischen Sicht bedienen.