Werte

Zunehmend wird allenthalben beklagt, dass es in unserer Gesellschaft aggressiver, brutaler und menschenverachtender in Wort und Tat zugeht. Beispiele kennt jeder, sie sind vielfältig. Im Internet fällt man, meist anonym, mit übelsten Beschimpfungen und Drohungen übereinander her. Polizisten, Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Zugpersonal, die Liste hört nicht auf, werden beleidigt, angegriffen und bei ihrer Arbeit behindert. Bei vielen Menschen gibt es keine Hemmschwelle mehr, wenn sie schon am Boden liegende treten und absichtlich schwer verletzen. 

Die Gesellschaft ist ratlos und fragt, woher das kommt. Einmal, so meine ich, ist Gewalt ein Unterhaltungsthema geworden. Es gibt keine Minute in unseren Fernsehprogrammen, wo nicht gemordet wird, wo viel Blut fließ, wo nicht aufeinander eingedroschen wird! Die andauernde Zurschaustellung von Gewalt stumpft ab und verharmlost. Auf der Jagd nach der Quote wollen die Programmgestalter das nicht wahrhaben. 

Weiter fehlt der heutigen Gesellschaft ein moralisches Korsett, wie es zum Beispiel die 10 Gebote der Kirche einmal dargestellt haben. Ich glaube, viele Menschen wissen heutzutage gar nicht mehr, dass es so etwas gibt. Die Kirchen haben mit ihrer Lehre und ihren Taten viel Unheil angerichtet, sie hielten die Menschen dumm und zahm, aber der Kern der christlichen Botschaft blieb doch immer irgendwie erhalten und schimmerte Wertmaßstäbe gebend durch.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich kein unbedingt gläubiger Mensch im Sinne der Kirche bin, aber ein solcher Codex, wie ihn die 10 Gebote darstellen, ist für alle Menschen normgebend und zumindest nicht schädlich. Ich erinnere noch einmal an den Wortlaut der Gebote.

 

Das erste Gebot

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Das zweite Gebot

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

Das dritte Gebot

Du sollst den Feiertag heiligen.

Das vierte Gebot

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Das fünfte Gebot

Du sollst nicht töten.

Das sechste Gebot

Du sollst nicht ehebrechen.

Das siebte Gebot

Du sollst nicht stehlen.

Das achte Gebot

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Das neunte Gebot

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

Das zehnte Gebot

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

 

Ich meine, wenigsten die Gebote 4 bis 10 geben eine Verbindlichkeit, die allen Menschen gut täte!

 

Quelle : ekd.de

 

Viele Mitbürger, vor allem solche vom rechten Rand, jammern, dass durch muslimische Zuwanderer unsere abendländische Werte bedroht würden. Um diese Werte zu verteidigen, müsste man sie aber erst einmal kennen und befolgen!