Feldprüfung für Kaltblüter im Landgestüt Warendorf

 

Rückepferde im Einsatz

 

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Gehhilfe

Gestern war ich mal wieder bei meinem Orthopäden. Eine Röntgenaufnahme machte deutlich, dass mein linkes Knie doch ordentlich mitgenommen ist. Der Arzt meinte lakonisch, das Knie sei kaputt! Er versuchte, mir ein neues Kniegelenk schmackhaft zu machen. Er spielt dabei auf Zeit! Er weiß ganz genau, dass der Leidensdruck irgendwann so groß sein wird, dass ich von alleine mit der Einwilligung zur OP zu ihm komme.

Bis dato versuchen wir es mit einer Bandage, Tabletten usw.. Zur Linderung der Schmerzen empfahl er mir einen Gehstock! "Ja, wenn das hilft", willigte ich ein. Ich bin nämlich nicht so eitel wie meine verstorbene Schwiegermutter, die mit über 90 auf einen Stock angewiesen, vornehmlich dann nach draussen ging, wenn es nach Regen aussah, dann konnte sie nämlich ihren Stockschirm benutzen. Aber daheim im Internet sah ich dann, was der Doktor mir verordnet hatte, einen sogenannten "Fischergehstock". Ein erster Eintrag im Netz zeigte mir ein ungeheuer hässliches Gerät mit orthopädischem Griff. Ich forschte weiter und fand das unten rechts abgebildetes Teil -http://www.clickoslo.com/fischer-gehstock-oder-ruhestandsgeschenk.html. Dafür werde ich mich wahrscheinlich entscheiden! Ist es doch auch ein Fischer-Gehstock, passend zu meiner Passion, dem Fliegenfischen!


Der Fischergehstock - orthopädisch                                                   Der Fischer-Gehstock meiner Wahl

Umgang mit Kühen

Urlaubszeit - Wanderzeit. Oft lässt es sich zum Beispiel bei einer Almwanderung nicht vermeiden, dass man einer Herde von freilaufenden Rindviechern begegnet.

Wenn man die folgenden Vorsichtsmaßgabe beachtet, braucht man sich vor diesen großen Tieren nicht zu fürchten :

- keiner Kuh direkt in die Augen schauen! Das macht sie nämlich aggressiv.

- hat die Kuh ein Kälbchen, dieses nicht anlocken, füttern oder streicheln! Die Kuh meint dann, man wolle ihrem Kind was antun, sie kann dann sehr wild werden.

Wie das mit dem männlichen Rindviech ist, darüber schweigt sich der Kölner Stadtanzeiger in seiner gestrigen Reisebeilage aus!

 

Hüte

Ein Hut auf dem Kopf verleiht einem eine ungeheure Autorität über die, die keinen tragen.

 

Tristan Bernard

 

 

Jetzt weiß ich auch, warum ich an keinem Hutladen vorbeigehen kann.

Lagerfeld auf Cuba


Die Revolution als Lagerfelds Modegag

Armer Che`, armer Fide`l, Companeros, jetzt haben sie es geschafft, jetzt machen sie eure Insel endgültig platt! Die böse kapitalistische Krake hat ihre Arme schon weit ausgestreckt


Alle Photos habe ich dem Internet entnommen.

Etwas zum Schmunzeln

                                                       Brave Anglerfrau

Im Freilichtmuseum Lindlar

Die typische Bergische Kaffeetafel

Erdogan

Wenn man Herrn Erdogan den kleinen Finger reicht, will er die ganze Hand haben.

Er mischt sich, wenn es ihm gerade passt, in EU-Belange ein. Kritischen Journalisten wird die Einreise verweigert, sie werde sogar festgesetzt.
Für Tyrannen sollte in einem vereinigten Europa ganz bestimmt kein Platz sein!

Übernehme jeden Transport - Auftrag

So heute im Panoramateil des KÖLNER STADTANZEIGERS gesehen

Von der Vielfalt der Deutschen Sprache

Bild - Internet-Werbung
Bild - Internet-Werbung

Im Verlaufe eines Fernsehinterviews hörte ich gestern diesen Satz :

 

" Isch war jrad am tanzen, da fing plötzlich die Musik an aufzuhören!"

Selfie

Schade! Dieses Video habe ich leider erst heute gefunden! Ich hätte Euch gerne, vor allem die Photographen, damit in den April geschickt!

Neue Lieblingsplätze

Anhalter

 

 

 

 

 

 

 

Beim Blättern in Urlaubsfotos erinnerte ich mich an diese Begebenheit während unseres Norwegenurlaubs 2011.

Kindermund

Gestern hatten wir wieder einmal Besuch unserer Enkelin. Im Radio war irgendein Interview mit einem Künstler zu hören, der sich in die Bemerkung verstieg, er habe sich größer als Jesus gefühlt.

Unsere Enkelin darauf:" Oh je! Wenn das der Gott hört!"

Udo Lindenberg

Heute in WDR II gehört

 

Udo Lindenberg wird 70. Beinahe so alt wie sein Hut.

Lieblingsplätze - Ein neuer Beitrag

Blick vom Hoge Hill auf Domburg
Blick vom Hoge Hill auf Domburg

 

 

Der Strand-Boulevard in Domburg

 

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Frisörgeschäfte - Namen

Vor einiger Zeit machte eine Sendung von WDR2 Namen von Frisörläden zum Thema.

Hörer waren aufgerufen, besondere Namen zu nennen.

Ein Hörer-Beitrag hat mir besonders gefallen:

 

Verdamp lang Hair

 

Diesen Namen kann nur verstehen, wer die Kölsch-Rock-Band BAP kennt. Einer ihrer Titel war.

                                                                                                              Verdamp lang her.

Köln

Zur Zeit ist es unheimlich in, auf Köln herumzuhacken. Die Ereignisse in Silvesternacht vor Hauptbahnhof und Dom sind dafür der Grund. 

Natürlich könnte es dort sauberer und sicherer sein! Keine Frage! Aber beschränkt sich so etwas ausschließlich auf Köln?

Nun veröffentlichte der Kölner Stadtanzeiger in einem Gastkommentar zu diesem Thema die Meinung eines vor vielen Jahren ausgewanderten Kölners, der in den USA zum Boss einer großen Firma geworden ist. Ihn schaudert es, wenn er ab und an nach Köln kommt. Dabei verbreitet er Unwahrheiten, wie auch die ehemalige Dombaumeistern Schock Werner in einem Leserbrief anführt. Er benennt z. B. dreckige und gefährliche Örtlichkeiten, die es gar nicht gibt!

Er sieht nur saufende Penner vor dem Dom und überall Dreck. Drakonische Strafen für Straftaten und Vermüllung der Stadt wären ein gangbares Mittel dem abzuhelfen.

In einem Leserbrief im KSTA habe ich dieser Sicht der Dinge widersprochen. Ausser Frau Schock Werner und mir gab es, leider, nur begeisterte Zustimmung für den Deutsch-Amerikaner!

Nebenan bilde ich einmal den Briefe von Frau Schock Werner und meinen Beitrag ab.


Die Kölner Heinzelmännchen


Der Kölner Heinzelmännchen-Brunnen
Der Kölner Heinzelmännchen-Brunnen

Das allseits bekannte Gedicht "Die Heinzelmännchen von Cöln" verfasste der schlesische Dichter Heinrich Kopisch im Jahre 1836. Er transportierte dabei eine alte Sage aus dem Siebengebirge nach Köln.

Zu seinem 100sten Todestag liess der Kölner Verschönerungsverein dieses Denkmal zwischen 1897 und 1900 von E. und H. Renard errichten.

Der Brunnen steht in der Nähe des Domes gegenüber dem Traditionsbrauhaus Früh. 

 

Hier ist das ganze Gedicht zu lesen.


Nach August Kopisch

 

Die Heinzelmännchen von Cöln

 

Wie war zu Cölln es doch vordem

Mit Heinzelmännchen so bequem!

Denn, war man faul, ... man legte sich

Hin auf die Bank und pflegte sich:

                Da kamen bei Nacht,

                Ehe man's gedacht,

        Die Männlein und schwärmten

        Und klappten und lärmten,

                Und rupften

                Und zupften,

        Und hüpften und trabten

        Und putzten und schabten ...

 

Und eh ein Politiker noch erwacht, ...

War alltags politisches Tagwerk schon vollbracht!

 

Die Stadtbeamten streckten sich

Hin auf ihre Sessel und reckten sich.

Indessen kam die Geisterschaar

Und sah was da zu erledigen war.

                Nahm Zettel und Stift

                und das Telefon gar;

                              spekulierten und klüngelten gewitzt,

                              bis alles zum Besten geritzt.     

Klapp, stand das ganze Stadtgeschäft ... schon fertig da!

That die faule Gesellschaft die Augen auf ...

Wapp! Ging das Leben schon seinen besten Llauf!

 

Einst hatt' ein Bürgermeister große Pein:

Das Wohl der Stadt sollte fertig sein;

Warf aber hin das Zeug und legte sich

Hin auf das Ohr und pflegte sich.

                Da schlüpften sie frisch

                auf des Stadtoberhauptes Tisch.                    

 

Doch misstrauisch war die Opposition,

Und macht sich diesen Zeitvertreib:

Streut Wahlen hin die andre Nacht;

Die Heinzelmännchen kommen sacht;

                Eins fähret nun aus,

                Schlägt hin im Haus,

        Die gleiten von Stufen

        Und plumpen in Kufen,

                Die fallen

                Mit Schallen,

        Die lärmen und schreien

        Und vermaledeien!

Sie springt hinunter auf den Schall

Mit Licht: husch husch husch husch! – verschwinden all!

 

O weh! nun sind sie alle fort

Und keines ist mehr hier am Ort!

Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn,

Man muß nun alles selber thun!

                Ein jeder muß fein

                Selbst tatkräftig sein.

 

Ach, daß es noch wie damals wär!

Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!

 

Gute Vorsätze

Auch für das nächste Jahr möchte ich mir, trotz meines vorgerückten Alters, Nachfolgendes ernstlich vornehmen :

 

"Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn`t than by the things you did do.
So throw off the bowlines. Sail away from save harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover."

- Mark Twain -

Ein Kalauer zum Jahresende

Neulich geriet ich in die Gesellschaft einiger Golfer. Man unterhielt sich natürlich über das Golfen - über Greens, Abschläge, Driving Ranches usw.. Ich hörte eine Weile zu.

Mein Schweigen fiel auf, bis mich einer aus der Runde nach meinem Handicap fragte. "Ja", sagte ich,"Ich hab`s im Rücken!“

Betretenes Schweigen.

Dr. B.

 Schulzeit

 

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Das Ende einer Legende


In dieser Woche hat Land Rover die Produktion des Defenders nach 67 Jahren eingestellt.

Mich beschleicht eine gewisse Trauer, denn gerade dieses Fahrzeug war etwas Urbritisches, stand für Landleben, Freiheit und Unabhängigkeit. Ich bin froh, dass ich bei einem meiner letzten Schottlandaufenthalte öfters im Landrover meines Angelguides mitfahren durfte!

Über das Alt-Werden

Verkehrsschild auf der schottischen Insel Skye
Verkehrsschild auf der schottischen Insel Skye

Wenn ich gelegentlich morgens nach dem Aufstehen in den Spiegel sehe, bin ich regelrecht erschrocken! Der alte Mann, dem ich da ins Gesicht schaue, kann unmöglich ich sein! Ich fühle mich erheblich jünger!

Wenn ich dann aber den ersten Gang durchs Haus mache, erinnern Rücken und Knie schmerzlich an mein tatsächliches Alter.

Dann teste ich mich darauf aus, ob etwa alterstypische Erscheinungen wie Starrsinn, Rechthaberei usw. schon vorhanden sind. Weder ich, noch meine Umgebung kommen aber zu dieser Feststellung. Wobei ich hoffe, dass Familie und Freunde ehrlich sind! Eine leichte Vergesslichkeit billigt man mir zu, wobei auch jüngere Leute dann gerne behaupten, so etwas hätten sie auch schon.

Allerdings muss ich an mir eine Eigenschaft feststellen, die ich mit Altersmilde bezeichnen möchte. Kleine Fehler, Versäumnisse oder Unartigkeit anderer nehme ich mit Gelassenheit. Davon profitiert in erster Linie meine kleine vierjährige Enkelin. Ich glaube, sie weiß das zu schätzen!

Aber - ich bin mir bewusst, die längste Zeit meines Lebens ist vorbei. Ich ziehe ein Resümee und muss einsehen, dass ich doch eine ganze Menge erlebt habe. So scheint manche Erinnerung schon beinahe die eines anderen Menschen zu sein.

Ich höre oft meine Eltern sagen - "Alles ging wie im Fluge vorbei! Das Leben ist so kurz!"

Ich frage mich auch, wie ich von meinen Mitmenschen wahrgenommen werde. Bekannte gleichen Alters meinen oft von jungen Menschen nicht mehr für ganz voll genommen zu werden. Das habe ich noch nicht erlebt. Das würde mich treffen!

Gehört es sich nicht für einen "älteren Herren" wie mich, dass er gelegentlich einer hübschen jüngeren oder älteren Frau nachschaut? Ist man dann gleich der "lüsterne Greis"?

Ich meine, Dinge im gesellschaftlichen Zusammenleben klarer und treffsicherer einschätzen zu können, zu sagen, was richtig ist oder falsch. Nachfolgendes Geschehen gibt mir oft Recht.

Ihr merkt, liebe Leser, ich kann mich noch nicht so recht einordnen.

Aber, wie sagte eine weitläufige westfälische Verwandte meiner Frau anläßlich einer Beerdigung über ihre noch lebende Mutter - "Hannchen, sie kann kaum noch laufen! Aber der Cheist!"

Weiterer Fall einer journalistischen Glanzleistung unter dem Titel "Fahrerflucht"

Bei uns in Rösrath im Bergischen Land ist es nichts Außergewöhnliches, wenn ältere Herren zwischen 70 und 80 mit dicken weißen Mercedesfahrzeugen herumfahren, natürlich mit werksseitig eingebauter Dauervorfahrt!

Um ein solches Fahrzeug mit dazugehörigem älteren Herrn geht es im gestrigen Artikel der Landausgabe des Kölner Stadtanzeigers. Dieser Fahrer hatte beim Abbiegen nicht geblinkt und eine 19jährige junge Frau angefahren, die dabei auf ihren Hund fiel und sich verletzte. In wieweit auch der Hund Schaden trug, wird nicht berichtet.

Der ältere Mercedesfahrer floh vom Ort des Geschehens. Nun wird, und das ist gut so, nach ihm gefahndet.

Ich zitiere die letzten beiden Sätze der Meldung :


"Die 19-Jährige beschrieb den Fahrer als 70 bis 80 Jahre alt. Auf dem Beifahrersitz saß eine ältere Dame; hinten hockte ein schwarz-weißer Hund. (dino)

Ich bin ganz sicher, dass der Fahrerflüchtige bald gefunden sein wird, zumal ja der Name des schwarz-weißen Hundes bekannt ist - "dino"!


Brunello di Montediciano

Brunello di Montalcino DOCG 2010
Überaus gelungener Brunello aus hervorragendem Jahrgang 2010: Im Duft schwarze Kirschen, leichte Gewürznoten, etwas Vanille. Voller Körper, frische Frucht, schmeichelnde Textur und ein sauberes, seidiges Finish am Gaumen. Lang anhaltend.
35.95 €


Auf unserer gerade zurückliegenden Städtereise nach Rom speisten wir am ersten Abend im netten Ristorante Ai Bozzi im Stadtteil Trastevere. An den beiden Nebentischen saßen ein Paar gesetzten Alters - die Dame wurde mit Donna und der Herr mit Dottore begrüßt - und am anderen Tisch junge Leute, der Sprache nach unschwer als Amerikaner auszumachen. Die junge Frau und der junge Mann ließen sich vom Wirt verwöhnen. Offensichtlich wollten sie alles typisch Italienische probieren. Auch diverse Weine wurden flaschenweise aufgetragen.

Als auch das Dolce genossen war, kam die Rechnung. Sie wird nicht gerade niedrig ausgefallen sein! Man stand auf, der junge Mann nahm eine der Weinflaschen und stellte sie auf unseren Tisch, wobei er beteuerte, wie gut doch dieser Wein sei. Dabei schlug er mir herzlich auf die Schulter und verabschiedete sich.

Meine Frau und ich genossen die noch zu einem Viertel volle Flasche und konnten das Urteil des netten Amerikaners nur bestätigen.


Vom Affen gebissen

Wer das jetzt liest, wird vielleicht denken - irgendwie habe ich mir das immer schon gedacht!

Der WDR 2 Hörfunk hat eine tägliche Sendung "Stichtag". Darin wird an wesentliche Ereignisse erinnert, die schon lange zurückliegen.

Heute ging es um den Schimpansen Petermann. Der war im Jahre 1950  nach einer Schiffsreise in Köln angekommen. Seine Mutter war unterwegs verstorben, so musste er von der Tochter des damaligen Zoodirektors mit der Flasche großgezogen werden.

Später wurde er auf menschliches Verhalten dressiert. Als Höhepunkt trat er sogar bei einer Karnevalssitzung auf. So richtig gutgetan hat ihm das alles nicht. Als heute vor 30 Jahren ein Zoowärter versehentlich seinen Käfig offen ließ, büxte Petermann aus und fiel über den damaligen Zoodirektor Günther Nogge her, den er mit seinen Bissen lebensgefählich verletzte. Petermann büßte das mit seinem Leben. Polizisten erschossen ihn. Da bin ich damals besser davon gekommen!

Es war eine Attraktion des Kölner Zoos in den 50ger Jahren des letzten Jahrhunderts, dass der Petermann, angezogen wie ein kleiner Junge, auf den Armen seines Wärter sitzend den Kindern ein Händchen gab. So auch mir. Dabei führte der Kerl blitzschnell meine Hand an seinen Mund und biss mir in einen Finger. Das fand niemand besonders aufregend weder meine Mutter noch der Wärter. Der holte aus seinem Räumchen ein Fläschchen Jod und bepinselte die Bissstelle. Anscheinend habe ich diese Attacke unbeschadet überlebt. Über Spätfolgen mögen meine Freunde und Verwandte urteilen!

 

Erry Stoklosa von den Bläck Fööss und die  Stammbaumdebatte

Für die Nicht-Kölner - Erry Stoklosa ist Mitglied der Kölner Mundartband Bläck Fööss. Vor Jahren haben die ein Lied herausgebracht, dessen Tenor etwa lautet - Köln ist ein großer Schmelztiegel, und viele Nationen leben hier friedlich zusammen - "Mir spreche hück all dieselbe Sproch".

Nun meint Stocklose in einem Facebook-Eintrag, dass er das nicht mehr so mit Überzeugung singen kann.

In Köln ist eine hitzige ( so der Kölner Stadtanzeiger ) Diskussion losgebrochen.

Klar, jeder hat ein Recht, auf freie Meinungsäußerung, auch der Erry, aber sein Beitrag war dumm und ungeschickt! Als Mitglied dieser bekannten Band muss er sich bewusst sein, dass er eigentlich immer in ihrem Namen redet! Eine Absprache mit den anderen Bandmitglieder wäre geschickt und angebracht gewesen!

 

Ich bin der Meinung, wie es auch im Lied heißt, dass die "Fremden" uns "Ureinwohnern" viel gegeben haben und in Zukunft auch geben werden! 

Wir lernen durch das Zusammenleben mit den Zuwanderern sehr viel über deren Kultur und das dortige politische Geschehen. Hätten die Regierenden dieser Welt viel früher gerade darüber Bescheid gewusst, ihr politisches Handel wäre vielleicht anders ausgefallen und viel Leid wäre den Menschen dort erspart geblieben!

Als Beispiel für Verständigung möchte ich eine persönliche Erfahrung schildern. 

Der DHL-Auslieferer in meinem früheren Wohnort ist Schwarzafrikaner, er stammt aus Eritrea. Wenn seine knappbemessene Zeit es zuließ, hielten wir ein Schwätzchen, und ich erfuhr sehr viel über sein Heimatland, über die Natur, die alte christliche Kultur, über das Leben dort überhaupt. Ich kann sagen, wir sind bei meinem Umzug beinahe als Freunde auseinandergegangen!

Die Begegnung mit diesem jungen Mann habe ich als große Bereicherung empfunden.

Die Erfahrung zeigt, wenn man den Menschen aus der Fremde kennenlernt, er als Individuum vor uns tritt, verschwinden Angst und Voreingenommenheit sehr bald! Nur Mut, liebe Mitbürger! Haben Sie ein Herz, überwinden Sie Vorurteile, denn es lohnt sich auch für uns!

 

Noch einmal möchte ich meinen Blogeintrag von vor ein paar Wochen in Erinnerung rufen, als ich den leider in Vergessenheit geratenen Monolog des General Harras aus Zuckmayers "Des Teufels General" zitiert habe.

 

Die Kelter Europas


Leider ist der Monolog des General Harras in Carl Zuckmayers Theaterstück Des Teufels General, das später mit Curt Jürgens verfilmt wurde, etwas in Vergessenheit geraten! 

Ein junger Leutnant beklagt sich bei Harras darüber, dass seine Verlobte die Beziehung beendet hätte, weil seine rheinische Großmutter irgendwie aus dem Ausland stamme und somit kein klarer Ariernachweis möglich sei.

 

Gerade in der heutigen Diskussion, bei der viele Deutsche eine Überfremdung fürchten, sind die Worte Zuckmayers unbedingt nachdenkenswert!

 

Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor – seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. – Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant – das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt – und – und der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald, und – ach was, schau im Lexikon nach. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt – wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein – das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse. Seien Sie stolz darauf, Hartmann – und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt. Prost

 

Quelle für Photo und Monolog - Wickipedia

Noch einmal  -  Kindermund

Keine Ähnlichkeit mit handelnden Personen!
Keine Ähnlichkeit mit handelnden Personen!

Gestern Nachmittag war unser Enkelkind Emma bei uns zu Besuch. Wir spielten im Garten Nachlaufen und Verstecken, Emma ist so gerne an der frischen Luft.

Dann gab es, der Jahreszeit entsprechend, ihr Lieblingsgebäck - Pflaumenkuchen.

Die Zeit verging im Fluge und bald waren ihre Eltern von ihrer Besorgung zurück.

Wir saßen noch etwas zusammen und besprachen dies und das. Emma durfte mal wieder, "ausnahmsweise", auf Mamas iPad spielen. Ich war eine Weile abgelenkt und hörte dem Gespräch der Erwachsenen nicht zu und ging einem Gedanken nach.

Plötzlich schaute Emma auf und sprach:" Ich glaube, der Opa schlaft uns gleich ein!"

Emma ist noch keine Vier!

Lieblingsplätze  -  Die Hammermühle an der Wiesent in der Fränkischen Schweiz

Es ist fast jedes Jahr so. Irgendwann sagen meine Frau oder ich: "Eigentlich müssten wir mal wieder an die Wiesent fahren!"


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De Zeeuwse Knop

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Küche unseres Ferienhauses im holländischen Zeeland suchten wir ein bestimmtes Gerät. Wir fuhren also nach Middelburg, der Hauptstadt der Provinz Zeeland und taten uns in einem Laden für Küchengerät um. 

Dabei fiel mein Blick auf eine etwas eigenwillige Kuchenform und ein danebenliegendes Buch.

Aus der Werbebroschüre für Form und Buch
Aus der Werbebroschüre für Form und Buch

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Backbuch. Es enthält unzählige Kuchenrezepte aus der ganzen Welt. Die besondere Kuchenform hat also so etwas wie eine Weltreise gemacht, wie man auf einer Vielzahl von Fotos sehen kann.

Bei näherem Hinsehen bemerkte ich, dass das Äußere der Form gewisse Ähnlichkeiten mit den großen Knöpfen an der Tracht der Ringreiter hat, von denen ich anderen Orts auf dieser Seite schon berichtet habe.

Beim Durchblättern des Ansichtsexemplars stellte ich fest, dass die Kuchenform diese Knöpfe als Vorbild nimmt. 

Es gibt im Buch viele alte Fotos, die seeländische Trachten zeigen, die mit diesen fein ziselierten Knöpfen prunken. Sie sind seit jeher Bestandteil der verschiedenen Trachten dieser Gegend.

Betrachtet man den Knopf näher, erkennt man erst, wie fein gestaltet er ist. Es wird vermutet, dass die Blüte einer Aster als Vorbild dient.

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Knopf Bestandteil der zeeuwsschen Tracht. Bei den Männern zierte er Hemd, Weste und Gürtel. Den Frauen diente er als Schmuckstück in Form einer Brosche oder als Anstecker für die Haube.

Der Knopf wurde aus Kupfer, Silber oder aus Gold gefertigt. Material und Größe gaben Auskunft über den gesellschaftlichen Rang und den Reichtum seines Besitzers.

Heute besinnt man sich wieder dieses alten Kulturgutes. So werden wieder Broschen, Ohrringe und andere Schmuckstücke in Form des zeeuwsschen Knopfes gefertigt. Sogar als Schokoladenpraline kann man ihn kaufen.

Das oben erwähnte Buch enthält neben Rezepten auch etliche Geschichten, die sich mit diesen besonderen Knöpfen beschäftigen.

Man muss nicht viel Niederländisch verstehen, um an diesem wunderbaren Buch Gefallen zu finden. Vieles versteht man auf Anhieb und die ganze Aufmachung und Gestaltung des Bandes machen das Stöbern darin zu einem Genuss.

 

 

Tinka Leene - Het Zeeuwse Knop Bakboek - Recepten en verhalen uit Zeeland en de rest van de wereld - Uitgeverij Het Paard van Troje Goes

 

 

 

 

 

http://zeeuwseknop.nl

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Schöne Ferien!

 

 

Einen erholsamen Urlaub, viele spannende Erlebnisse, tight Lines und immer gutes Photolicht wünscht allen Lesern Volker Krause von my-passion-flyfishing.de !

Treffen mit ner alten Dame

Ein Flug mit der Ju 52

Gestartet wurde in Köln/Bonn

 

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70 Jahre nach Kriegsende

Man hat uns Nachgeborenen glauben gemacht, der Hitler hätte den Antisemitismus erfunden. Dahinter hat man sich versteckt und verschanzt.
In Wien wie in München und anderswo blühte zuvor schon der judenfeindliche Gedanke. Bereits 1933 ließen es  Münchener Bürger zu, dass der Pöbel einen jüdischen Anwalt mit abgeschnittenen Hosen durch die Stadt trieb, der es gewagt hatte vor Gericht dagegen zu protestiert, dass ein jüdischer Bürger verfolgt worden war.
1969, so musste ich entsetzt in der letzten Ausgabe der ZEIT lesen, sagte Franz Josef Strauß, dass ein so erfolgreiches Volk wie das deutsche sich nicht mehr an  Auschwitz erinnern lassen müsse.

Da bleibt einem das Brötchen im Halse stecken!

Als Renter hat man ja viel Zeit z.B. um morgens beim Frühstück die Tageszeitung zu lesen.

An manchen Tagen sollte man das besser nicht tun! Heute Morgen verging mir beim Zeitunglesen der Appetit. Ich musste lesen, dass jeder sechste Mensch in Nordrhein-Westfahlen arm ist. Die Armutsschwelle in NRW liegt bei 873 Euro netto für einen Ein-Personen-Haushalt. 


Aber - ich zitiere den Kölner Stadtanzeiger von heute " Weltweit gibt es laut USB derzeit 211 275 extrem Wohlhabende, was 0,004 Prozent der Weltbevölkerung entspreche. Gemeinsam besitzen sie 12,8 Prozent des globalen Gesamtvermögens oder knapp 30 Billionen Dollar. Diese Summe entspricht fast der gemeinsamen Wirtschaftsleistung der USA und der EU. "

Die Tochter des autoritär herrschenden angolanischen Präsidenten Jose` Eduardo dos Santos gilt als die reichste Frau Afrikas. Sie soll über ein immenses Vermögen verfügen, das sie nun auch in Europa anlegen will.

Die Menschen in ihrem Land sind bettelarm, obwohl Angola reich an Rohstoffen ist. Erträge fließen in die Taschen der herrschenden Schicht.


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Ein gefährliches Vergnügen

Gestern las ich in einer Zeitschrift für Genießer - es geht um gutes Essen -, dass in Frankreich jährlich fast 2000 Menschen in einem Krankenhaus behandeln lassen müssen, nachdem Sie versucht haben, Austern mit einem spitzen Gegenstand zu öffnen. Für Deutschland liegen solche Zahlen nicht vor.

Auch ich muss gestehen, dass mein erster Versuch, Austern zu öffnen, blutig endete!

Der Grund für solche Verletzungen liegt wahrscheinlich am falschen Handwerkszeug. Es gibt nämlich solch kurze stabile Messer, die für dieses Vorhaben geschaffen sind.

 

Wer noch etwas über Austern lesen will, der sei auf meinen Beicht über das Austerndorf Yerseke verwiesen.

Glücksmomente

Entnommen dem Bilderbuch von E. Zabini u. S. Lütje - "Der liebste Opa der Welt"
Entnommen dem Bilderbuch von E. Zabini u. S. Lütje - "Der liebste Opa der Welt"

Großvater Sein ist etwas Wunderbares! Es macht soviel Freude, den kleinen Menschen heranwachsen zu sehen!

Neulich geschah Folgendes - Ich hatte in einem tiefen Sessel gesessen und wollte aufstehen, das gelang mir, meiner steifen Gelenke wegen, nicht sogleich. Da kam meine kleine Enkelin, keine drei Jahre alt, und reichte mir ihre kleine Hand, um mir aufzuhelfen.

Das sind die Glücksmomente im Leben, für die man sehr dankbar sein muss!

Joseph Roth  Radetzkymarsch

Nachdem ich Volker Weidermanns Buch "Ostende 1936, Sommer der Freundschaft" gelesen hatte, war ich gespannt darauf, wieder einmal oder erstmals Novellen und Romane der dort handelnden Autoren zu lesen.

 

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Versprechen

Ja, ich weiß, lange habe ich nichts von mir verlauten lassen, aber der Chefarzt - siehe auch früheren Beitrag! - wollte meine Frau nicht zeitiger freigeben! Es blieb mir wenig freie Zeit, um mich um meine Seite zu kümmern! Das soll nun anders werden!

Seniorennachmittag


Wieder einmal erhielt ich von meiner Kirchengemeinde eine Einladung zum Seniorennachmittag. An sich freue ich mich darüber, dass man an mich denkt!

Aber, muss man alte Menschen so ansprechen, als wären sie bekloppt oder ein Kleinkind?

Nachdenkenswert

In der Fotokommunity fand ich dieses Bild mit einer bedenkenswerten Unterschrift.

Das Foto stammt von Hazel, wer mehr Fotos von ihr sehen möchte, wähle diesen Link!

Das Photo Trägt den Titel Stille.

 

 

Momente scheinen keine Ahnung davon zu haben, wie wichtig sie zuweilen sind.

Toller Service!

Als meine Frau heute auf der Station des behandelnden Krankenhauses "eincheckte", fragte die aufnehmende Krankenschwester:" Ist das so richtig? Sie hatten ein Zweibettzimmer mit Chefarzt gewählt?"

Nachricht für Sie

Neulich wollte ich zu einem Thema von, wie ich meinte, kompetenter Seite eine Antwort erhalten. Das ist heute in Zeiten des Internets eigentlich kein Problem, dachte ich.

Eine iMail-Adresse war zur Hand oder von bekannter Seite übermittelt.

Also schrieb ich, und ich meine sehr höflich. Bat um Verständnis, weil ich den oft mit Anfragen Geplagten dennoch um eine Auskunft bat, drückte auf den Pfeil für Los und der Brief verschwand mit einem Zisch in den Weiten des Netzes.

Ich harrte gespannt - Stunden, Tage auf eine Antwort. Es kam nichts! Meine Frage war präzise gestellt, nicht unanständig und von dem Angesprochenen bestimmt ohne viel Aufwand zu beantworten. Nichts!

Ich frage mich, warum? Die Angesprochenen kennen mich bestimmt nicht persönlich, nur ein gemeinsames Interesse verbindet uns. Ich dachte, das würde schon ausreichen, eine Antwort zu bekommen. Weit gefehlt!

Ist es zu mühevoll, ein paar Sätze zu schreiben, auch, wenn man zur Frage nichts sagen kann oder will?

Schreibe ich einen Brief, so hat der Adressat immerhin etwas Persönliches vom Absender in der Hand mit der aufdringlichen Aufforderung zur Antwort.  

Eine Mail ist aber etwas Flüchtiges, mit einem Click zu löschen, schon ist der lästige Bittsteller vergessen! 

Ich überlege, ob ich nicht demnächst jede Mail mit einem Foto von mir versehe, damit der Adressat wenigstens optisch wahrnimmt, mit wem er es zu tun hat. Die Sache wird so etwas persönlicher.

Gestärkt .......

Bild- Kölner Stadtanzeiger 7.8.14
Bild- Kölner Stadtanzeiger 7.8.14

....... aus dem sportiven Urlaub kommend will sich unsere Landes-Mutter, Hannelore Kraft, jetzt wieder dem Thema Beamtenbesoldung widmen. Das muss sie ja nach dem jüngsten Urteil des Landes-Verfassungsgerichts! 

Das Land wollte bekanntlich durch das gekippte Gesetz ca. 700 Millionen Euro sparen, um die Neuverschuldung des Landes zu reduzieren. Dieses Vorhaben gibt sie nach der heutigen Pressemitteilung beileibe nicht auf.

 

 

Bild Wikipedia
Bild Wikipedia

Ich hätte da einen Vorschlag - NRW könnte sich an das zuständige bayerische Gericht mit der Bitte um Überlassung der ca. 70 Millionen Euro von Herrn Eccelstone wenden. Damit könnte doch schon einigen Beamten, z. B. mir, geholfen werden!

Wie viel Millionen muss dieser kleine Rennveranstalter besitzen, dass er locker eine solche Strafe zahlen kann? Das zu erfahren wäre mal interessant!

Meines Erachtens dürfte kein Mensch auf der Welt so viel Geld besitzen, wenn andere, nicht so clevere Menschen, in tiefster Armut leben müssen!

Es müsste eine Einkommensgrenze geben! Alles, was über diese hinausgeht, müsste auf direktem Wege an die Armen verteilt werden, ohne dass ein Staat oder eine Organisation dazwischen stünde, wo doch das meiste Geld in dunkle Kanäle verschwände!

 

Eine Utopie? Klar! Aber, man darf sie ja mal äußern!

Zum Thema Eccelstone habe ich in der Presse Bemerkenswertes gefunden.

 

Die Zeit zitiert in ihrer Rubrik Worte der Woche einen Eccelstone-Verteidiger so - 

„Die Hände der Justiz können überaus klebrig sein.“

Sven Thomas, Verteidiger des Formel-1-Chefs Bernie Eccelstone, über die Bemühungen, einen langen Prozess zu verhindern

 

 

Der Kölner Stadtanzeiger zitiert in seiner heutigen Ausgabe Eccelstone so - „Eigentlich finde ich dieses kapitalistische System gut“ - S.2 Für Geld ist fast alles zu haben -

Barmherzigkeit

 

 

Gibt es denn im Hebräischen und im Arabischen kein Wort für Barmherzigkeit?

 

Die Verantwortlichen auf beiden Seiten sitzen sicher in ihren Bunkern und lassen das grenzenlose Leid zu.


Die Kleine Hagia Sophia

 

In diesen Tagen wird viel über den Islam gesprochen, oft sehr kritisch. Darum will ich von einer Begebenheit berichten, die zeigt, wie freundlich und friedfertig sich der Islam auch zeigen kann.

 

Als meine Frau und ich vor einiger Zeit in Istanbul waren, riet man uns, auch die Kleine Hagia Sophia zu besuchen.

Wir taten dies an einem Nachmittag. Zunächst ruhten wir uns auf einer Bank vor der Moschee aus und betrachteten die alten Grabsteine auf dem Friedhof vor dem Gotteshaus. 

Nach und nach erschienen Männer jedes Alters und wuschen sich an einer Art Wasserstelle Gesicht und die Füsse, denn, so will es die religiöse Vorschrift, man darf nur rein zum Gebet in die Moschee gehen.

Zwischenzeitlich hatten wir die Moschee betreten. Ich machte verschiedene Fotos, woran niemand Anstoß nahm. Der Gebetsraum füllte sich und der Imam betet vor, die Gläubigen antworteten ihm. Immer noch betraten Männer die Moschee, die uns freundlich grüßten. Nein, nein, wir sollten nicht gehen und stören würden wir überhaupt nicht. So lauschten wir eine Weile den Betenden.

Besondere Fürsorge galt einem offensichtlich geistig behinderten jungen Mann, der einen besonderen Platz einnehmen durfte.

Jetzt hatten uns zwei Kinder entdeckt, etwa acht, neun Jahre alt, ein Mädchen und ein Junge. Sie deuteten mit Händen und Füßen an, dass wir ihnen folgen sollten. Sie wollten uns die Moschee zeigen. So erreichten wir auch über eine Treppe den Umgang der Etage. Von hier aus hatten wir einen besonders guten Blick auf die Kuppel, die Säulen mit ihren Verzierungen und all die schmückenden Fayencen. Ein paar Bonbons und ein kleiner Geldbetrag war der Lohn für die kleinen Führer.

Zu keiner Zeit fühlten wir uns als Touristen, die wir waren, unwohl. Wir waren überrascht von der selbstverständliche Herzlichkeit der Menschen, für die unsere Anwesenheit währen ihrer Gebete wie selbstverständlich war.

 

Die Kleine Hagia Sophia (Küçük Aya Sofya Camii) wurde von Kaiser Justinian in Gedenken an die beiden römischen Legionäre Sergios und Bacchus zwischen 527-36 errichtet und war architektonisches Vorbild der großen Schwester Hagia Sophia, einst mächtigste Kirche des frühen Christentums sowie des Byzantinischen Reichs.

Der bemerkenswerte geometrische Bauriss der Kleinen Hagia Sophia besteht aus einem zentralen achteckigen Kuppelraum, der in ein unregelmäßiges Viereck mit inneren Ecknischen eingefügt ist.

 

Auch nach der Eroberung Konstantinopels blieb die Kleine Hagia Sophia erstmal als Kirche bestehen. Unter der Herrschaft von Sultan Bayezid II. wurde sie vom Obersten der weißen Eunuchen, Hüseyin Ağa, 1504 in eine Moschee umgewandelt. Zu dieser Zeit wurde das Areal um eine Portikus und eine Koranschule (Medrese) erweitert. In den folgenden Jahrhunderten fügte man einen Vorhof mit einem Reinigungsbrunnen und einem Minarett hinzu, im Innenraum eine Gebetsnische (Mihrab) und eine Kanzel (Minbar). Das christliche Babtisterium außerhalb des Gebäudes blieb erhalten.

 

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten zwischen 2002 bis 2006 wurde die Kleine Hagia Sophia der Öffentlichkeit als Moschee wieder zugänglich gemacht.


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Schreckensnachricht für Whisky-Freunde

Hallo Freunde des Hochprozentigen! Damit ihr es nur wisst, Single Malt ist out, Gin ist in! So habe ich es eben im Reiseteil der neuesten ZEIT gelesen. In London, der Heimat des Gins, gibt es schon Tasting Touren, man kann sehen, wie Gin gemacht wird, ja man kann seinen eigenen komponieren.

 

Das musste so kommen, es musste ein neuer Hype her! Das Thema Whisky wird langsam langweilig, zumal es bald keinen mehr geben wird!

Mautdebatte




Mein Beitrag zur Mautdebatte 

 

 

Jeder Bayer ist mautpflichtig, sobald er den Freistaat verlässt!

 

 

 

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"Angela Royal!

Foto:A. Baier/Reuters in der Zeit vom 17.7.14
Foto:A. Baier/Reuters in der Zeit vom 17.7.14

Die ZEIT hat der Kanzlerin zum 60sten in Gestalt eines Artikels von Tina Hildebrandt - Angela Royal - in ihrer letzten Ausgabe einen prächtigen Blumenstrauß überreicht, in dem sie Person und Persönlichkeit der Kanzlerin sowie ihr politisches Schaffen in einen launigen Kontext stellt. Eine treffende Charakteristik unserer Dauer-Kanzlerin.

 

Einen Satz möchte ich zitieren - „Auf Nachfrage räumt Merkel ein, dass sie eine Frau sei. Was das bedeute, darüber könne sie aber nichts sagen, da sie ja noch nie ein Mann gewesen sei.“

Weltmeister

Bild- offizielle Website des DFB
Bild- offizielle Website des DFB

Es kam mir schon die ganze Zeit komisch vor, warum plötzlich alle Welt vom vierten Stern sprach. Gestern, beim Korso, fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen. Wir sollten darauf vorbereitet werden, dass der vierte Stern der „Mercedes - Stern“ ist. Presse, Rundfunk und Fernsehen sind auf diesen genialen Werbetrick hereingefallen. Oder war etwa schon im Vorfeld mit allen abgesprochen worden, die Campagne so laufen zu lassen?

„Hoch auf dem schwarzen Wagen“ fuhren unsere Helden durch Berlin, und jedermann hatte vor Augen, wer unsere Jungs soweit gebracht hat, die Leute mit dem Stern. Kein Wort war mehr war zu hören von dem schrecklichen „Rennunfall“ im Trainingslager der Fußballer in Südtirol! Nirgendwo! Diese Geschichte war ja auch denkbar schlecht für das Image! Alle haben wieder mitgespielt. Das macht deutlich, wer in unserem Land das Sagen hat!

Natürlich hatte der Bierkonsum einiger Helden, Pulle in der Hand, gerade kein schönes Bild, zur Folge, dass ein stilles Örtchen aufgesucht werden musste. Selbst diese Notdurft machte sich eine Bank, mit Filiale direkt neben dem Brandenburger Tor, zu Nutze, indem sie zu Werbezwecken den Sportlern ihr Klo zur Verführung stellte.

Die „Show-Auftritte“ der Weltmeister gerieten oft zur Peinlichkeit, z. B., wenn einige Spieler demonstrierten, wie aufrecht doch Deutsche gehen, wenn die Gauchos geschlagen über den Boden kriechen müssen.

Ich habe mich angesichts der Auftritte der Weltmeister manchmal fremdgeschämt!

Lieber Herr Schweinsteiger! Das Küssen des Bodens sollten Sie dem Papst überlassen, auch dann, wenn Sie „geheiligten“ bayerischen Boden betreten! 

 

 

Ach ja, eine Szene hat mich gerührt, die Szene, wo Podolski nach der Siegerehrung im grandiosen Maracana-Stadion mit seinem kleinen Sohn Elf-Meter-Schießen übt. Davon wird der Knirps seinen Enkeln noch erzählen!

Das Wunder von Bern

Die Autogramme der Helden von Bern
Die Autogramme der Helden von Bern

 

1954 wurde Deutschland Fussballweltmeister. Ein besonderes Ereignis, das wir am Radio verfolgt hatten. Was war das für eine Überraschung, als mich diese Postkarte erreichte!

Ein Kollege meines Vaters war mit Hans Schäfer bekannt, der Spieler des 1.FC Köln und der Nationalmannschaft war. Dieser nette Kollege hatte auf Bitten meines Vaters Hans Schäfer eine Postkarte mitgegeben, die dieser dann von seinen Mannschaftskameraden unterschreiben liess. Ich war mächtig stolz und hütete diese Karte als besonderen Schatz.

 

Unvorstellbar, dass heutzutage so etwas noch passieren könnte! Nur zwei der Spieler aus der Weltmeistermannschaft leben noch - Horst Eckel und Hans Schäfer.

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Erhaltet die Schönheit des Moseltals!

Ksta vom 10.7.2014
Ksta vom 10.7.2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Holländer mögen die Mosel, klar! Aber müssen sie hier gleich ein ganzes Feriendorf errichten?

 

Gestern berichtete der Kölner Stadtanzeiger in seiner Reportagereihe über dieses Thema. 

Ein holländischer Investor will in der Moselschleife bei Zell, genannt „Der Zeller Hamm“, eine große Ferienhaussiedlung mit 170 Ferienhäusern und maximal 1700 Betten bauen. Hinzu soll es einen Sportboothafen mit ca. 150 Liegeplätzen geben. Aber das ist noch nicht alles, hinzu kommen sollen Lokale, Läden, Zufahrten, eine Bootshalle und Parkplätze.

 

Die Stadtväter der Verbandsgemeinde Zell versprechen sich von diesem Projekt „positive Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte“.

Die Mosel - Schleife bei Leiwen
Die Mosel - Schleife bei Leiwen

Hierzu muss ein „Zielabweichungsverfahren“ eingeleitet werden, denn die Weinberge der Mosel genießen den Schutz eines Raumordnungsplanes des Landes Rheinland-Pfalz, der es vorsieht, dass dieses Landschaftsbild vorrangig erhalten bleiben muss. Diese Änderung des Verfahrens wollen fast alle Politiker der Gemeinde - CDU, SPD und Freie Wähler auf den Weg bringen.

 

Tatsache ist, dass der Weinbau an der Mosel rückläufig ist und viel Winzer den Weinbau aufgeben. Flächen liegen brach. Ihre Weingärten auf dem Hamm würden zu Bauentwicklungsland und erzielten somit eine große Wertsteigerung. Der Grundstücksverkauf an den Investor wäre ein großes Geschäft.

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Oranje Boven

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Noch zwei Spiele, dann sind wir Weltmeister!“ So gestern vernommen in der Nachrichtensendung der holländischen Radiostation Skyradio (ins Deutsche übertragen).

 

 

Treffen sich heute ein Holländer und ein Deutscher im Supermarkt - Der Holländer: „Wir spielen heute gegen Argentinien!“ Darauf der Deutsche: „Wir am Sonntag!“

 

 

 

SO IS ES!!!

 

 

 

 

Eine Einladung an mich

 

 

 

 

 

Nun ist es amtlich! Ich gehöre zum alten Eisen! 

 

Wäre das Thema Whisk(e)y gewesen, wäre ich bestimmt hingegangen, aber so.......

Auch beim Thema Missbrauch hätte der Bereich Whisk(e)y bestimmt mehr hergegeben!

Von Hütten und Palästen

KstA vom 4.6.14
KstA vom 4.6.14

5,9 Millionen Euro für ein Penthouse

 

Heutzutage möchte man rufen - Frieden den Hütte und Krieg den Palästen! Allerdings sitzen die, die das heute schreien und dann gewinnen, morgen in solchen.

 

Der Mensch ist wohl so.

Die gefährlichste Treppe Kölns

Foto Internet
Foto Internet

 

Erschreckendes hatte die neueste Kriminalitätsstatistik offenbart - Köln ist ein gefährliches Pflaster. Die Stadt hält in dieser traurigen Bilanz den zweiten Platz aller deutschen Städte hinter Frankfurt!

Ich möchte den Geltungsbereich etwas einschränke, wenn ich von der wohl gefährlichsten Treppe Kölns spreche.

Der 29. Mai 2014 war gekommen, an dem meine Frau zusammen mit ihrem Chor, dem Concert-Chor Hürth und der Kammerphilharmonie Rhein-Erft in der Kölner Philharmonie die 9. Sinfonie Beethovens aufführen sollte.

Natürlich wollte auch ich diese Aufführung miterleben. Zusammen mit einer Bekannten fuhr ich mit der S-Bahn zum Kölner Hauptbahnhof und ging, der Bauarbeiten wegen, auf ungewohntem Weg zur Philharmonie.

Wir genossen die grandiose und mit viel Beifall bedachte Aufführung.

Zusammen mit meiner Frau machten wir uns später auf den Weg zum Bahnhof, um die nächste S-Bahn für die Heimfahrt zu bekommen.

Gleich beim Ausgang der Philharmonie führt eine Treppe zum Niveau des Museums Ludwig bzw. des Bahnhofes. Auf einem Absatz dieser Treppe war mir schon eine kleine Gruppe junger Männer aufgefallen, wohl osteuropäischer Nationalität. Nichts außergewöhnliches, oft halten sich hier Straßenmusiker und Obdachlose auf.

Ich setzte den Weg über den zweiten Treppenabschnitt fort, als ich meine Frau hinter mir laut schreien hörte „He, He, He!“ Ich drehte mich um und bemerkte, wie vier junge Männer an mir vorbei huschten. Meine noch ganz erschrockene Frau schilderte dann, dass diese Burschen sich nah an mich heran gedrängt hatten und dass einer die Taschen meines Jacketts abgetastet habe. Erleichtert stellte ich fest, dass Portemonnaie und Handy noch an Ort und Stelle waren!

An gleichem Ort wurde vor etlichen Monaten schon der Versuch gestartet, die Handtasche meiner Frau zu öffnen, um etwas zu stehlen. Auch diese Absicht hatte meine Frau Gott sei Dank frühzeitig bemerkt.

Damit aber nicht genug! Meine Frau erinnerte sich jetzt, dass auf dem Weg zur Philharmonie am Nachmittag wohl schon der Reisverschluss ihres Rucksacks geöffnet worden war, ohne dass sie es bemerkt hatte, denn beim Absetzen des Rucksacks war dessen Inhalt herausgefallen.

Auf dem Vorplatz des Domes begegneten wir dann noch den Dieben, die breit grinsend an uns vorbei gingen!

Im Bereich des Domes, vor und im Bahnhof fühlten wir uns sehr unwohl, überall lungerten dunkle Gestalten herum, von denen wir annahmen, dass sie nichts Gutes im Schilde führten.

 

Demnächst werden wir wohl das Auto nehmen und es im Parkhaus abstellen.

Treffen mit ner alten Dame

Die Ju 52
Die Ju 52
Ju 52 auf Strecke
Ju 52 auf Strecke

Von meiner Familie und von Freunden bekam ich zu meinem 70sten Geburtstag einen 60minütigen Rundflug mit einer Ju 52 geschenkt. Damit wurde mir ein großer Wunschtraum erfüllt!

Die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung veranstaltet von vielen Orten Deutschlands aus Flüge mit dieser Maschine.

Ich werde Anfang Juli von Köln/Bonn aus starten.

Vor etlichen Jahren hat die Lufthansa eine Ju 52 in Amerika gekauft und in der heimischen Werft komplett überholt, so dass auch die aktuellsten Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden können.

Ich füge einige Fotos und technische Daten des Flugzeugs bei.

 

Quelle für Fotos u. Textist die Website der Lufthansastiftung.

 

 

Die "Grande Dame" der Luftfahrt

Herzstück der historischen Flotte der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung ist die Ju 52. Bereits 1915 erprobte Hugo Junkers mit der Junkers J 1 das erste Ganzmetallflugzeug der Welt.

Im Jahr 1919 war dann mit der Junkers F13 das erste Flugzeug in dieser neuen Konstruktionsweise startklar. Mit der Ju 52 stieg Junkers über Jahre hinweg zum erfolgreichsten Verkehrsflugzeugproduzenten der Welt auf. Seit 1932 bauten die Junkers- Werke und diverse Lizenznehmer fast 5000 Maschinen, die für 30 Fluggesellschaften in 25 Ländern weltweit zum Einsatz kamen.

 

Unsere Ju 52 erlebte 1936 nach ihrer Fertigung in den Junkers-Werken in Dessau ihren Jungfernflug. Zunächst bei der Lufthansa eingesetzt, verbrachte sie danach fast 20 Jahre abwechselnd in Deutschland und Norwegen. 1955 sollte sie in Norwegen außer Dienst gestellt werden. Zu groß für ein Museum in Oslo, wurde sie nach Südamerika verkauft und flog von 1957 bis 1963 in Ecuador. Dann drohte das Aus. Am Rande des Flughafens von Quito geriet sie – Wind und Wetter ausgesetzt – in Vergessenheit, bis ein amerikanischer Flugenthusiast sie 1969 erlöste. Später war die „Tante Ju“ dann als „Iron Annie“ auf Flugschauen quer durch die USA zu bewundern, bevor die Lufthansa sie 1984 erwarb und unter großem Aufwand restaurierte.

 

 

Seit 1986, pünktlich zu ihrem 50. Geburtstag, ist sie wieder in ihrem Element und begeistert jährlich rund 10.000 Passagiere.

 

Flugzeugdaten

 

• Kennzeichen:

D-CDLH

• Kennzeichen historisch:

D-AQUI

• Baujahr:

1936

• Besatzung:

4

• Passagiere:

16

• Triebwerk:

3 Neunzylinder-Sternmotoren Pratt & Whitney, PW 1340 S1 H1G Wasp

• Baumuster:

Junkers Ju 52/3m

• Startgeschwindigkeit:

120 km/h

• Reisegeschwindigkeit:

190 km/h

• Höchstgeschwindigkeit:

250 km/h

• maximale Reichweite:

ca. 825 km

• maximale Flugdauer:

4 Stunden 20 Min.

• Länge:

18,90 m

• Höhe:

6,10 m

• Spannweite:

29,25 m

• Startrollstrecke:

ca. 500 m

• Landerollstrecke:

ca. 350 m

 

 


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Nach der Europawahl

 

Jetzt ist das Gejammer der etablierten Parteien über den Rechtsruck bei der Europawahl groß. Man spürt eine gewisse Ratlosigkeit, wenn nicht einmal mehr europa- und fremdenfeindliche Sprüche zünden; siehe CSU!

Dabei wäre es ganz einfach, gesunde Wählerstimmen zu ergattern!

Das Stichwort heißt da Gerechtigkeit. Wenn die Regierungen wirklich einmal etwas für die Bildung, Steuergerechtigkeit und gegen Arbeitslosigkeit täten, anstatt pausenlos nur Absichtserklärungen in den Raum zu stellen, die dann doch nicht eingehalten werden, sähe es anders aus. So beklagt man lediglich, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. Beim Klagen bleibt es aber.

Bislang wurden nur die Gutverdienenden bedient. Mit dem, was Herr Hoeneß an Steuern hinterzogen hat, hätten z. B. eine Erzieherin oder ein Lehrer eine ganze Weile lang besoldet werden können. Und Hoeneß ist kein Einzelfall! Er wird von seinem Ministerpräsidenten Seehofer sogar noch mit dem Ehrentitel eines „Guten Baiern“ bedacht.

Warum erlaubt man es, Konzernen, hierzulande so gut wie keine Steuern zu zahlen und gegebenenfalls anfallende Verluste steuerlich bei deutschen Finanzämtern noch abzusetzen?

Etwas für Bildung zu tun, heißt beileibe nicht, jedem vorzugaukeln, dass Abitur und somit Zugang zur Hochschule ein Leichtes sind! Keiner macht den jungen Menschen und den Eltern heutzutage klar, dass man sich auch anstrengen muss, um etwas zu erreichen. Daran ist die Hauptschule kaputtgegangen.

Im Übrigen brauchten wir gar nicht so viele Abiturienten, wenn auch auf den anderen Schulformen gelernt würde.

Man könnte Gruppen- und Klassenstärken reduzieren, wenn genug Erzieher und Lehrer einstellen würden. Bei gutem Nachdenken fiele den Politikern auch ein, woher das benötigte Geld genommen werden könnte.

Ob jemand für den Lehrerberuf geeignet ist, sollte im Vorfeld des Studiums abklärt werden. So könnte man Schülern und den betroffenen Lehrern manch Ungemach ersparen.

Eine angemessene Besoldung würde auch qualifizierte Bewerber für solche Berufe anlocken, die etwas mit Erziehung zu tun haben. Statt dessen wird mit der Inklusion etwas in die Welt gesetzt, das gut klingt, über dessen Finanzierbarkeit man sich wenig Gedanken gemacht hat.

Wann kehrt in der Schulpolitik endlich einmal Ruhe ein, damit das gerade Angesagte auch etwas werden kann?

Auszubildenden und Studienbewerbern, die etwas gelernt haben, könnte man mehr abverlangen. Bekanntlich suchen Unternehmen ja qualifiziertes Personal. Die Schulen sollten, unterstützt von der Gesellschaft, wieder Werte vermitteln wie Einsatzwillen, Höflichkeit, Pünktlichkeit usw.!

Auf dem wirtschaftspolitischen Feld ist die Einflussnahme der Lobbyisten stark einzuschränken. Es geht nicht an, dass Gesetzesentwürfe, wie es wohl vor einiger Zeit im Gesundheitswesen der Fall war, von Wirtschaftsverbänden vorformuliert werden.

Da spielt aber mit hinein, dass viele Politiker im Umgang mit der Wirtschaft ihren eigenen Vorteil suchen. Siehe Philipp Mißfelder oder Gerhard Schröder, der ja nicht von Ungefähr nach seiner Abwahl gleich ins Gasgeschäft eingestiegen ist.

 

Einigen, gar nicht zu wenigen Politikern, sollte man immer wieder vor Augen führen, dass sie auf Zeit gewählte Volksvertreter sind.

Vormarsch der Extremisten

Ich erinnere an meine Blog-Anmerkung „Ein starker Führer“! Was dort steht, passt genau zum Ausgang der Europawahl! Offensichtlich können sich sehr viel Europäer vorstellen, unter einem solchen starken Führer zu leben.

Mir wird Angst und Bange! 

 

Schuld daran sind die vielen Nichtwähler, die den Extremisten das Feld überlassen. 

Die Repräsentanten der etablierten Parteien sollten aber auch den Eindruck vermeiden, dass ihre persönlichen Interessen über denen der Allgemeinheit stehen! Siehe Mießfelder, Schröder etc.!

Das schafft Politikverdrossenheit.

Whisky-Fair Limburg 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun ist die Whisky-Fair 2014 in Limburg an der Lahn auch schon Geschichte!

Strandrestaurant Aan Zee - Oostvoorne/Südholland

Eine große Freude

 

Es ist mehr als ein halbes Leben her, dass mein Schulleiter mich in einen Klassenraum führte, vollbesetzt mit nahezu 40 Kindern - eine kombinierte Klasse 4/5 -, und sagte: „Das sind Ihre Schüler!“ 

Beinahe ohne Praxiserfahrung und direkt von der Hochschule kommend sollte ich nun diesen Kindern etwas beibringen. Vielleicht ist es mir ja auch gelungen.

Gestern bekam ich Post, einen Brief, selten genug in unser Zeit, in der man doch zumeist Mails verschickt!

Es war ein Glückwunschreiben einer Schülerin dieser ersten Klasse, die mir mit lieben Worten zu meinem bevorstehenden 70sten Geburtstag gratulierte. Ich muss gestehen, ich war gerührt und voller Freude darüber, wenigstens im Herzen einer Schülerin geblieben zu sein!

 

Danke, liebe Rosi! Und alles Gute auch für Dich!

Lang ist`s her! Neben den „Lehrpersonen“ sind einige Schüler der damalige Klasse zu sehen - auch Rosi -.

Sehnsucht nach starker Führungsfigur

Eine knappe Meldung des Kölner Stadtanzeigers von heute machte mich doch nachdenklich.

Danach empfinden 29 Prozent aller Österreicher diese Sehnsucht, wenn sie der Aussage zustimmten „Man sollte einen starken Führer haben, der sich nicht um Wahlen und Parlament kümmern muss“.

Die Befragung wurde vom Zukunftsfond der Republik Österreich durchgeführt. Ja, Sie haben richtig gelesen, da steht „Führer“!

 

Irgendwie kommt mir das doch sehr bekannt vor!

Ilford gibt`s nicht mehr

Als ich das heute in der Zeitung las, kam so etwas wie ein schlechtes Gewissen in mir auf. So, als hätte ich einen Verrat begangen. Auch ich bin seit geraumer Zeit der analogen Fotografie untreu geworden. 

Jetzt muss ich lesen, dass die Firma Ilford in der Schweiz nach 135 Jahren Bestehen dichtgemacht worden ist! Die Produktion von Filmen und Photopapieren war nicht mehr lohnend.

Ein selbständiges Werk in England produziert allerdings noch.

Ilford - das war doch Garantie für optimale Qualität, gibt`s also nicht mehr! Auch ich trage daran Schuld!

In mir ist allerdings immer noch die genaue Konzentration beim Bildermachen, um sparsam mit dem Filmmaterial umzugehen, es gab ja nur 36 Bilder pro Film! Ein gedankenloser Knipser bin ich nicht geworden! So ist immerhin noch etwas von der konzentrierten Bildgestaltung von damals übrig geblieben.

Ich trauere auch der Perfektion, der einmaligen Haptik, eines Abzugs auf gutem Fotopapier nach.

 

Für solche Fotos brauchte es aber Geduld und die ist uns in der heutigen Zeit leider verloren gegangen!


Das Naturschutzgebiet Tenellaplas bei Oostvoorne

Neu in Photographisches- Tenellaplas

Ein günstiger Augenblick

 

Bei der heutigen Heiligsprechung der beiden Päpste zeigte die Katholische Kirche einmal mehr ihren Reichtum und ihre Macht.

Eine Begebenheit am Rande enthüllte aber etwas sehr Menschliches.

Nach der Heiligsprechungs-Messe begrüße der Papst anwesende hochrangige Würdenträger bei einem Defilee. Schließlich kam eine kleine Frau an die Reihe, eine Inderin wohl, ihrem sariähnlichen Gewand nach zu urteilen.

Sie schüttelte dem Heiligen Vater zunächst kräftig die Hand, ließ diese aber nicht los, sondern führte sie auf ihren Kopf. Kardinal Gänswein, neben dem Papst stehend, schaute schon sehr bedenklich drein. Aber auch der Gatte der Dame sollte bedacht werden, die Inderin ließ die Papsthand noch immer nicht los und führte sie auf das Haupt ihres Mannes, der neben ihr stand.

Nicht genug! Die Frau nutzte die einmalige Gelegenheit weiter. Sie zerrte aus ihrem Sari eine kleine Kamera und bat eine nebenstehende Person, ein Foto von ihr, ihrem Mann und dem Papst zu machen. Das geschah auch, und die gute Dame entschwand freudestrahlend.

 

Immerhin - der Heilige Vater hat mitgespielt!

Gülle ohne Grenzen

Bild KstA 24.4.2014
Bild KstA 24.4.2014

 

Wer im ländlichen Raum wohnt, wird in letzter Zeit gewiss auch von einer übelriechenden Duftwolke heimgesucht worden sein, die durch das Ausbringen von Gülle auf die Felder hervorgerufen wird.

Heute titelt der Kölner Stadt-Anzeiger auf seiner Seite 3 als Thema des Tages „Gülle ohne Grenzen“. Beschrieben wird, dass aus den benachbarten Niederlanden derzeit eine Armada von Tanklastzügen die Grenze in Richtung NRW passiert, um hier bei den örtlichen Bauern ihre übelriechend Fracht abzuladen. 

Da holländische Bauern die bei der stark ausgeprägten Viehzucht anfallende Gülle nicht zur Gänze auf ihren Feldern ausbringen können, wird sie vor allem nach NRW exportiert. 

Natürlich gibt es Richtwerte über Export und Menge der Duftstoffe, die ausgebracht werden dürfen. Nur, nicht immer reicht die Kontrolle aus. 

Hier muss z. B. bei der Ausbreitung der Gülle ein Mindestabstand von drei Metern von einem Gewässer eingehalten werden. Nachweislich ist dies aber nicht immer der Fall!

Die Folge ist, Flüsse und sogar das Grundwasser sind mit einem hohen Nitratwert belastet. Strafen drohen den Bauern, die einen Grenzwert von 170 kg Stickstoff pro Hektar überschreiten. 

Nach Auskunft des Landwirtschaftsministeriums für NRW, so der KstA, sind bereits 32,4% der Landesfläche ob der Belastung durch die der Gülle eigenen Stoffe in keinem guten chemischen Zustand.

Ein weiteres Problem ist, dass mit der Gülle auch Antibiotika, die in der Tierhaltung eingesetzt worden sind, dem Boden zugeführt werden und somit wieder am Nahrungskreislauf teilnehmen. Sie haben dann Einfluss auf die Zusammensetzung der Bakterienflora der Böden.

Die Eu Kommission rügt Deutschland schon für die „schlechte Umsetzung der Wasserrahmenrichtline“. Hier liegt die BRD im Vergleich mit anderen Ländern gleichauf mit Malta, aber hinter Belgien, den Niederlanden und Dänemark. Die Kommission bereitet aktuell ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland vor.

Für viel Geld ist vor vielen Jahren das Projekt Lachs 2000 ins Leben gerufen worden, womit Wanderfischen wie Lachs und Meerforelle das Wieder-Heimisch-Werden in unseren Landen erlaubt werden soll. 

Die Überdüngung der Felder sorgt aber dafür, dass die Gewässer eutroph werden, ihr zu hoher Nitratgehalt sorgt für ungebremstes Algenwachstum und somit für eine Verschlammung der Kiesbereiche eines Flusses. Die hier abgelegten und befruchteten Fischeier ersticken, was ein natürliches Aufkommen der Fische verhindert. Dabei sind nicht nur Wanderfische betroffen, sondern auch die hier heimischen Bachforellen und Äschen.

 

Davon hört man wenig, selbst wenn sich Naturschützer äußern, denn für viele hört, leider, der Naturschutz unterhalb der Wasseroberfläche auf!

 

Das Bild oben zeigt den Flusslauf der Agger bei Wahlscheid.

Es herrscht Niedrigwasser. Deutlich kann man sehen, wie verschlammt das Kiesbett ist.

Feinstaub

 

 

 

Durch Presse, Rundfunk und Fernsehen geht die Meldung, dass in vielen Städten der Republik die Feinstaubbelastung extrem grenzwertig ist.

Ich wohne in Pulheim, also in unmittelbarer Umgebung der RWE-Kraftwerke und der Braunkohlegruben.

Vor einiger Zeit habe ich bei der Umweltbeauftragten der Stadt angerufen, um nachzufragen, wie es mit der Staubbelastung vor Ort steht. Als Antwort erhielt ich - Grenzwerte werden nicht überschritten, die Messstelle in Pulheim wurde abgebaut, da bisher nur positive Messungen erfolgten.

Also - wo keine Messstelle, da auch kein schlechter Messwert! So einfach ist das!

 

 

Siehe hierzu auch meinen Blogbeitrag Ist das normal?

Petri Heil

 

 

Gestern war ich fischen. Als neues Mitglied im Hoffnungsthaler Angelverein erkundigte ich das Gewässer. Die Angelei gestaltete sich schon wegen des geringen Wasserstandes recht schwierig. Die Fische wollten nicht so recht beißen. 

Natürlich gab es, schon wegen des schönen Wetters, etliche Spaziergänger. 

Von weitem hörte ich schon ein älteres Paar reden. Bei mir angekommen, fragte mich die Frau:“Wie lange dauert es denn, wenn man so einen Fisch fangen will?“ Wobei sie das So besonders betonte. Offensichtlich maß sie der von mir praktizierte Methode des Fliegenfischens wenig Erfolgsaussichten bei. 

Das muss unseren Schutzpatron Petrus offensichtlich geärgert haben, denn kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, als eine Forelle, und keine ganz kleine, anbiss und einen lebhaften Kampf lieferte. 

Die Dame war über die Maßen verdutzt, sodass sie unaufgefordert den bereitliegenden Käscher ergriff und nach dem Fisch stocherte. Es gelang mir dann trotzdem, den Fisch zu landen, der dann ob seiner Größe auch gebührend bestaunt wurde.

Sorge

 

 

 

 

 

 

In Anbetracht dessen, dass rechtsradikale und andere Volksverführer immer mehr Zulauf finden, möchte ich noch einmal und sehr eindringlich auf den Satz Jean Pauls über die Freiheit aufmerksam machen!

 

Die Freiheit ist überhaupt ein Gut, dessen Dasein weniger Vergnügen bringt als seine Abwesenheit Schmerzen. 

Meinung

 

Es ist unglaublich! Da sterben Menschen in der Ukraine für ihre Freiheit, da steht ein Krieg vor der Tür, der vielen Menschen das Leben kosten wird, und die Sache Hoeneß steht in den Nachrichten an vorderster Stelle! Eine Spitze des Staates, die Bundeskanzlerin, die ihre Gedanken wahrlich im Moment woanders haben sollte, zollt Hoeneß „höchsten Respekt“ dafür, dass er so gnädig war, ein gerechtes Urteil zu akzeptieren. Nicht zu fassen! Hier werden Maßstäbe völlig verrückt!

 

Nicht auszudenken, wenn einer die Parole ausgeben würde „Uli For President“! - Und dann nicht nur für Bayern München!