VW - Urteil

Ein Skandal! Eine ungeheure Dreistigkeit des Gerichtes! Das Urteil ist niemandem zu vermitteln! Die beiden Herren Pötsch und Diess grinsen sich eins, der Konzern hat sie mit 9 Millionen Euro ausgelöst. Da werden die neuen VWs halt etwas teurer! Da soll man noch glauben, von den Gerichten würde wirklich Recht gesprochen!

Wie man Freunde verliert.

Wenn man in gesetztere Jahre kommt, zieht man zwangsläufig eine Bilanz. 

Kürzlich ist mir aufgefallen, dass sich die Anzahl meiner Freunde merklich gelichtet hat! Von uns gegangen, wie man euphemistisch so schön sagt, ist eigentlich keiner. Sie sind nur weg! Natürlich habe ich darüber nachgedacht, wie das geschehen konnte.

Dabei sind mir bei der Betrachtung der Verluste, ob es wirklich Verluste waren, muss ich durch gründlicheres Nachdenken noch herausfinden, drei Möglichkeiten eingefallen.

Meist waren es aber solche, die einen ziemlichen Karriereschritt machen durften. Die einen deutlich spüren ließen, dass sie ab sofort etwas Besseres waren. Beispiele? Eigene Praxis, wichtige Position im Ministerium, gewaltiges Aufrücken in der beruflichen Sparte, die ich mit ihnen teile, usw.. Dass die so reagieren würden, war zuvor nicht zu ahnen.

Im zweiten Fall ließ man nichts mehr von sich hören, nachdem meine Frau und ich bestimmte Vorteile nicht mehr gewähren konnten.

Der dritte Fall ist der traurigere, ja schmerzende. Vielleicht ist das so, wie bei dem Verkünder eine schlechten Botschaft, den man hinterher meidet?

Meine Frau und ich hatten diesen Personen in kritischen und lebensbestimmenden Situationen mit Rat beigestanden. Später, in freierem Fahrwasser, erinnerten wir wohl an die unangenehmen Geschehnisse und ließ uns das spüren.

Wie schon gesagt, bei mir hat ein Nachdenken eingesetzt. Zukünftig werde ich gründlich prüfen, ob ich mich auf jemanden verlassen kann, wenn ich ihn einmal brauche!

 

 

Nachbarschaft

Vor etwa fünf Jahren sind wir hierher umgezogen. Letzt sah ich auf dem Grundstück des Nebenhauses einen Mann die Hecke schneiden. Ich schaut über den Zaun, grüßte freundlich, stellte mich vor und sagte, jetzt wohnten wir hier schon so lange nebeneinander und ich würde mich freuen, den Nachbarn einmal kennenzulernen. Antwort."Ich bin der Eigentümer!" Das war's dann auch.

So einfach ist das!

Die hochbetagte amerikanische Psychotherapeutin Erika Freeman (92), die als jüdisches Kind vor den Nazis nach Amerika  floh und nahe Verwandte im KZ verlor, antwortete am Ende eines Interviews, als sie nach dem Sinn des Lebens gefragt wurde:" Was ist der endgültige Sinn des Lebens? Wir wissen es nicht. Außer: am Leben zu bleiben, es zu genießen und etwas aus sich zu machen - und anderen Menschen zu helfen, wenn sie es brauchen."

Wortbruch

Vor einigen Wochen hatte die NRW-Schulministerin noch verkündet, Lehrerinnen und Lehrer, die einer Risikogruppe angehören, könnten wegen der Pandemie nicht mehr im Unterricht vor Ort eingesetzt werden. Jetzt heißt es, die betreffenden Lehrkräfte müssten nachweisen, dass sie zu einer unterrichtlichen Tätigkeit mit Kindern aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage seien. Grund - bei weiterer Zunahme unterrichtlichen Aktivitäten reichten die vorhandenen Lehrkräfte nicht aus. Wusste man das nicht vorher, kann im Ministerium keiner zählen.

Bei über 60-jährigen besteht doch auch die Möglichkeit, dass sie Großeltern sind! Im außerschulischen Bereich sollen die mit ihren Enkel nicht zusammentreffen. In der Schule allerdings müssen sie mit Kindern arbeiten. Bei dem andauernden Hin und Her in der ministeriellen Erlasslage ist das ein weiterer Meilenstein!

 

ps - Nach §45 des Beamtenrechts hat der Staat eine Fürsorgepflicht für seine Bediensteten. 

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Geisterspiele

 

 

Stell dir vor, es ist Fußball, und keiner geht hin!

Ein Anachronismus.

Schlingerkurs der NRW-Schulministerin

Heute legt Frau Gebauer, die NRW-Schlministerin, fest, dass Lehrerinnen und Lehrer, die zu einer Corona-Risikogruppe gehören, bei keinerlei schulischen Prüfungen zugegen sein müssen, morgen sagt sie das Gegenteil. Wieder einmal ein Beispiel dafür, wie wenig die Lehrer sich auf ihr Wort verlassen können! Ob es nun rechtens ist, dass Lehrerinnen und Lehrer mündliche Prüfungen abnehmen können ist fraglich. Nach §45 des Beamtenrechts hat der Staat eine Fürsorgepflicht für seine Bediensteten. 

Ein bemerkenswerter Satz

In einem Zeitungsartikel habe ich einen bemerkenswerten Satz gelesen, der oft Voltair zugesprochen wird, aber von seiner Biographin Evelyn Beatrice Hall stammen soll :

 

"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."

Leben in Corona-Zeiten XV

Spricht man neuerdings mit Menschen, so kann man erleben, wie wenig die derzeitige Pandemie bewältigt wird. Gesundheitlichen Auswirkungen werden verdrängt oder gar geleugnet, gerade jetzt will man das Leben genießen. Die Realität wird spontan und momentan ausgeblendet. Dennoch empfinden die Menschen, dass ihr bisheriges sonniges Leben wegbricht, Handeln und Denken bekommen darum auch irrationale Züge. Einzelne müssen mitansehen, wie ihre Lebensentwürfe wegbrechen. 

Viele erleben, dass ihr Leben, so wie sie es sich eingerichtet haben, nicht mehr funktioniert. Plötzlich müssen die eigenen Kinder tagsüber betreut werden, was vielen Eltern fremd ist. Alles war so eingerichtet, dass Institutionen die Betreuung der Kleinen bis ins Einzelne übernahmen, dass man sie erst am späten Nachmittag noch für ein paar Stunden ins Haus holte. Es fehlt das Bewusstsein, dass Pflege und Erziehung der Kinder in erster Linie Elternsache ist. Wenn Einrichtungen aus plausiblen Gründen die Betreuung nicht mehr gewährleisten können, wehrt man sich verständnislos massiv dagegen. 

Zu kurz bei der Sache kommen dabei die Kinder! In unserer Gesellschaft ist es leider so, dass beide Elternteile berufstätig sein wollen oder müssen. Besser wäre es, wenn es so eingerichtet wäre, dass ein Elternteil sich über längere Zeit des Tages um die Kinder kümmern könnte. Vielfach geht das aus finanziellen Gründen nicht, weil es Ansprüche an die Lebensführung gibt, hohe Mieten und andere Kosten das Budget auffressen. Hier wäre der Staat gefragt, der z.B. für angemessene Mieten sorgen könnte, die nicht einen Großteil der Einkünfte verschlingen würde.

Ein Leben ohne Kinder ist für viele Ehepaare undenkbar. Wenn sie aber da sind, darf man nicht allein auf den Staat und seine Institutionen bauen!

Und - ganz wichtig muss es sein, dass man auf Frauen oder auch Männer, die sich um Haushalt und Kinder kümmern, nicht abfällig herabschaut!

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Schulstart in NRW

Derjenige, der für den heutigen Schulstart gerade an den Grundschulen verantwortlich ist, hat bestimmt keinerlei Ahnung vom Schulbetrieb! Was bei ministeriellen Anordnungen in Punkto Schulen nichts Ungewöhnliches ist! Nach wochenlangem Fernbleiben soll meine Enkelin, sie besucht die zweite Klasse, wieder zur Schule gehen. Sie hat einmal in der Woche vier Stunden Unterricht. Ihre Klassenlehrerin hat ihr in einem Brief mitgeteilt, dass sie leider nicht den Unterricht abhalten kann, da sie der Schule fernbleiben muss, sie gehöre zu einer Risikogruppe. Meine Enkelin kennt die neue Lehrerin aber nicht. Sie soll nach Auskunft der Klassenlehrerin aber nett sein. Weiter schreibt ihre Lehrerin, in der Schule habe sich einiges verändert z. B. die Wege innerhalb des Gebäudes. Auch der Klassenraum sähe nicht mehr so aus wie früher. Alle persönlichen Sachen der Kinder hätten aus Hygienegründen in Kartons gepackt werden müssen. In der Klasse säßen nur acht Kinder.

Eigentlich hatte sich meine Enkeltochter darauf gefreut, wieder in die Schule gehen zu können. Aber unter den gegebenen Umständen war ihr doch etwas mulmig zu Mute.

Die Kollegien haben sich unter sich widersprechenden und verspäteten ministeriellen Vorgaben sehr viel Mühe gegeben, Normalität zu produzieren, damit die Politik gut dasteht!

 

Der europäische Gedanke in Corona-Zeiten

Gestern konnte ich mit ansehend und anhören, wie ein locker-forsch auftretender Moderator Jean Claude Juncker zum Thema Europa in Corona Zeiten interviewte. Der Zuschauer erlebte in der Folge des Gespräches einen verärgerten und, wie ich meine, enttäuschten ehemaligen EU-Ratspräsidenten. Mit Unmut merkte Juncker an, dass Deutschland die Grenze zu Luxemburg geschlossen habe und damit die gute Nachbarschaft beider Länder aufs Spiel setze. Juncker meinte, die Bevölkerung der Grenzregion sei zusammengewachsen, so, wie es sein sollte, wenn Grenzen keine Rolle mehr spielen würden. Es ist auch meine Meinung, dass die Bundesregierung, gerade Horst Seehofer, einen großen Fehler begangen haben. Eben ist eine Lebenszeit nach Kriegsende verstrichen und bei unseren Nachbar ist die Angst vor der Übermacht Deutschland ein wenig überwunden, da trumpft die deutsche Regierung egoistisch auf. 

Es mag sein, dass Italien in der zurückliegenden Zeit schlecht gewirtschaftet hat, aber gerade Deutschland, ein Kernland Europas, erweckt den Anschein, wenig helfen zu wollen und muss darum den Eindruck des Eigennutzes vermeiden. 

Nein, etliche europäische Regierungen haben jetzt in der Zeit der Pandemie egoistisch gehandelt und somit Europa immens geschadet! Diejenigen fühlen sich bestätigt, die sagen, der europäische Gedanke würde eh nur in Sonntagsreden gefeiert. Die neue und mit viel Verve angetretene Ratspräsidentin hat nicht viel dafür getan, den Zusammenhalt der Staaten zu stärken. Markige Worte reichen nicht!

Wohlfahrtsstaat, einmal anders verstanden

Es scheint allenthalben in Vergessenheit geraten zu sein, dass es so etwas wie unternehmerisches Risiko gibt! Gerät ein Unternehmen in Schieflache, so schreit es nach dem Staat um Hilfe. So war es , so ist es bei Banken, Schuhläden, Turnschuhherstellern, Wirten,  usw.. Besonders laut schreien die Autobauer, damit sie satte Boni und Dividenden auszahlen können! Dabei wird stets mit dem Verlust von Arbeitsplätzen gedroht. Es scheint zur Selbstverständlichkeit geworden zu sein, dass der Staat aber auch jedem aus der Patsche hilft -nur nicht den ganz Armen. 

Geld scheint genug da zu sein, die Druckerpressen laufen auf Hochtouren. Nur dort, wohin es gehört, zu Pflegepersonal, Erziehern/innen, Lehrern/innen kommt es nicht an! 

Aber, der Staat, das sind ja wir und unsere Nachkommen, die eine riesige Schuldenlast abzutragen haben.

Ich will nicht in Abrede stellen, dass der Staat gerade jetzt in gewissen Fällen helfen muss. Nur, die im Moment am lautesten schreien, bekommen das Geld, das Bedürftigere vielleicht nötiger hätten!

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Panem et Circenses - Brot und Spiele

Was die Vielzahl der Ministerpräsidenten im Wettlauf um die meisten Lockerungsmöglichkeiten während der Pandemie betreibt, ist ein Vabanque-Spiel mit der Gesundheit und dem Leben der Bevölkerung!

Aber, die Ausreden und Rechtfertigungen für den Fall einer zweiten Welle der Epidemie liegen schon fertig in den Schubladen.

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Widersprüchliche Äußerungen zum Schulbeginn in NRW

Herr Laschet, entlassen Sie Ihre unfähige Schulministerin! Und am besten gehen Sie gleich mit!

Geld stinkt nicht.

Seit gestern sehe ich das anders!

In einem Laden habe ich mit einem 50€-Schein bezahlt und bekam als Wechselgeld einige Scheine zurück. Als ich daheim die Geldbörse aus der Tasche nahm, bemerkte ich schon einen merkwürdigen penetranten Geruch. Heute, in einem anderen Geschäft, roch es beim Bezahlen wieder so und erst recht zuhause, als ich meiner Frau aus meinem Portemonnaie drei Scheine zum Begleichen einer Rechnung gab. 

Tatsächlich waren diese Scheine wohl mit einem starken Desinfektionsmittel behandelt worden. Was den Menschen zu Corona-Zeiten so alles einfällt!

Wollen wir Gott spielen?

Die Resonanz auf Herrn Schäubles Aussagen zum Wert des Leben in Corona-Zeiten ist erstaunlich positiv, was mich wundert! Selbst kirchliche Vertreter pflichten ihm bei. Für mich geht aber das Abwägung zwischen Tod für etliche Menschen und Vorteile für die Überlebenden zu weit! Hier darf es keine Richter geben, die entscheiden, was zulässig ist, damit die Gesellschaft profitiert, wenn man das mit dem Tod anderer erkauft! In diesem Falle würde man Gott spielen, denn nur der, wenn es ihn gibt, dürfte den Daumen nach oben oder nach unten richten!

Schnell ist man dann dort gelandet, wo entschieden wird, welches Leben lebenswert ist und welches nicht!

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Leben in Corona-Zeiten XIV

Ich muss mich entscheiden! Es heißt, am 4. Mai würden die Frisöre wieder öffnen. Wahrscheinlich kostet ein Haarschnitt dann ein Vermögen. Ein Grund, nicht hinzugehen. Aber, da ist noch eine andere Überlegung, nämlich die, meine Haare wachsen zu lassen. Ich wollte immer schon mal einen Pferdeschwanz haben. Im Moment sehe ich nicht so gerne in den Spiegel (darum auch kein aktuelles Foto). Aber, die Natur wird es schon irgendwie richten!

Kopfschütteln

Der Herr Lindner lässt auch kein Fettnäpfchen aus, in das er treten könnte! In der jetzigen Situation, wo alle an einem Strang ziehen müssten, will er sich auf der Suche nach ein paar Wählerstimmen unbedingt mal wieder profilieren.

 

Corona

Herr Laschet, Sie spielen mit unserer Gesundheit, mit unserem Leben!

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Illusionen

Die Menschen wollen unbedingt ihr altes Leben zurück. Aber sie begreifen nicht, dass nach dem Einfall des Virus nichts mehr so sein wird wie früher!