Traurig habe ich heute die letzten Seiten des Buches gelesen. Traurig, ob des ungewissen Ausgangs, der  vermuten lässt, dass zuvor, aber unausgesprochen, Schlimmes geschehen ist.

Betrübt aber auch, weil die Lektüre des Buches ein Ende hat!

Robert Seethaler ist ein einfühlsamer Erzähler. Seine Sprache ist unaufgeregt, wobei es doch mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus in Wien Schlimmes zu berichten gibt. 

Er beschreibt die handelnden Personen so nahe, so genau, dass sie in der Vorstellung des Lesers lebendig werden. 

Das ganze Grauen der Machtergreifung der Nazis in Wien wird an ihrem Handeln und Leiden mehr als deutlich.

Dieses Buch sollte an deutschen Schulen zur Pflichtlektüre werden, denn besser kann man die Schrecken eines totalitären Regimes kaum wiedergebe!

Robert Seethaler  Der Trafikant

Verlag Kein & Aber Pocket